Transfer?

Verhandlungen laufen – der FC Luzern versucht den Krienser Valentin Stocker vom FC Basel zurück in seine Heimat zu holen

Läuft Valentin Stocker bald im FCL-Dress auf? Noch spielt der Krienser für den FC Basel.

Läuft Valentin Stocker bald im FCL-Dress auf? Noch spielt der Krienser für den FC Basel.

Luzern-Sportchef Remo Meyer verpflichtete in diesem Sommer noch keinen Spieler – aber er verhandelt mit Stars. Einer auf der Liste ist der gebürtige Krienser Valentin Stocker.

Sportchef Remo Meyer hat in dieser Transferperiode für den FC Luzern noch keinen neuen Spieler unter Vertrag genommen. Der spanische Mittelfeldmann Mario Arqués hatte in Indien seit acht Monaten keinen Pflichtmatch gespielt. Deshalb verzichtete der FCL auf die Dienste des 28-Jährigen, sagt FCL-Trainer Fabio Celestini.

FCL-Trainer Celestini im Gespräch mit Sportchef Meyer.

FCL-Trainer Celestini im Gespräch mit Sportchef Meyer.

Meyer ist im Sommer 2020 keine Ausnahme unter den Sportchefs der Super League. Selbst die beiden Topvereine BSC Young Boys und FC Basel hielten sich auf dem Transfermarkt bisher zurück. YB holte St.-Gallen-Captain Silvan Hefti und als Ersatzgoalie Guillaume Faivre aus Thun. Der FCB verpflichtete für den Obwaldner Jonas Omlin (zu Montpellier) Ex-GC-Keeper Heinz Lindner. Die Corona-Spuren sind markant. Die letzten 13 Runden der Vorsaison ohne Zuschauereinnahmen wirken sich massiv aufs Budget der neuen Saison aus.

Verhandlungen mit Stars, die mehrfache Meister sind

FCL-Mehrheitsaktionär Bernhard Alpstaeg stopfte das Loch mit einer Million Franken und verzichtete dazu auf die Stadionmiete. Darum kann Remo Meyer mit erfolgreichen Spielern verhandeln. Es handelt sich um die etwas älteren Angreifer Guillaume Hoarau und Valentin Stocker. Der dreifache YB-Meisterspieler Hoarau ist 36-jährig und hat nach sechs Saisons in Bern keinen neuen Vertrag bekommen. Er hat sich via Instagram bei den anderen Schweizer Vereinen angeboten:

Auch wenn er nicht mehr über 1 Million Franken pro Jahr wie bei YB verdienen kann, wird er für seine Dienste kaum weniger als 400 000 verlangen. Celestini soll sich für den Transfer stark machen. Mit dem in der letzten Saison oft verletzten Hoarau würde der FCL ein hohes Risiko eingehen. Im Moment, so scheint es, geht der Franzose zu Sion.

Fortgeschrittener sind die Gespräche mit Valentin Stocker. Der Krienser ist 31-jährig, er spielte in der Bundesliga bei Hertha BSC. Seine erfolgreichste Zeit erlebte er beim FC Basel: Sechs Meistertitel und vier Cupsiege feierte er am Rheinknie. Dazu trumpfte der Offensivmann mit Basel in der Champions League auf und absolvierte 36 Länderspiele (6 Tore) für die Schweiz.

Läuft Valentin Stocker bald im FCL-Dress auf? Noch spielt der Krienser für den FC Basel.

Läuft Valentin Stocker bald im FCL-Dress auf? Noch spielt der Krienser für den FC Basel.

Obwohl Stocker einst direkt vom SC Kriens zum FCB wechselte und keinen Bezug zum FCL hat, wäre er als Luzerner mit hiesigem Wohnsitz prädestiniert für die Blau-Weissen.

Gemäss unseren Informationen verhandelt Stockers Berater Franco Moretti von IFM über einen sofortigen Transfer von Basel nach Luzern. Eine Ablöse von 500 000 Franken steht im Raum. Beim FCB läuft der Vertrag des Captains noch bis Ende der neuen Saison (30. Juni 2021). Sein fürstliches Jahresgehalt müsste ihm der FCL in Form eines Dreijahresvertrages garantieren.

Wann geht Males? Ugrinic verlängert

Damit diese Ausgaben gedeckt werden könnten, müsste Darian Males endlich für 1,5 bis 2 Millionen Euro an Inter Mailand, Atalanta Bergamo oder Valencia verkauft werden. Celestini dementiert sein Interesse an Stocker und Hoarau nicht. Er sagt: «Wir haben konkret einige Neuzugänge geplant.»

Am Sonntag im Cup gegen Thun hat er nur zwölf erfahrene Spieler zur Verfügung. Darunter Filip Ugrinic, der am Mittwoch bis 2022 verlängerte. In Thun fehlt Lorik Emini, er war vorsorglich in Quarantäne.

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