Schweizerischer Fussballverband

Vladimir Petkovic hat einen neuen Vertrag erhalten – warum der Nati-Trainer so glücklich ist

Vladimir Petkovic bleibt für zwei weitere Jahre Nati-Trainer.

Vladimir Petkovic bleibt für zwei weitere Jahre Nati-Trainer.

Der Schweizer Fussballverband FSV informierte am Dienstag über die Vertragsverlängerung von National-Coach Vladimir Petkovic. Es ist der Weg der Kontinuität.

(jk/sda) Der Schweizerische Fussballverband informierte am Dienstag über die Fortsetzung der Arbeit mit Nationaltrainer Vladimir Petkovic:

  • Der Vertrag mit Nationaltrainer Vladimir Petkovic ist bis Ende 2022 verlängert, sofern die Nationalmannschaft die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Katar schafft.
    Der Grund für die Verlängerung: Petkovic hat die Mannschaft weiterentwickelt und im richtigen Augenblick verjüngt.
  • Petkovic ist glücklich: «Ich sehe eine positive Zukunft mit der Mannschaft. Doch wir müssen uns noch weiter stabilisieren, das hat die Nations League gezeigt.» Man brauche Ziele. Vielleicht auch mal dieses, Weltmeister zu werden.
  • Petkovic gibt zu, dass ihn die Kritik nach der WM in Russland getroffen hat. 2018 hat die Nati das Viertelfinale verpasst. Auch die sogenannte Doppeladler-Affäre fiel in jene Zeit.

Nun ist es offiziell: Vladimir Petkovic bleibt bis 2022 Trainer der Schweizer Nationalmannschaft. Der SFV und der 56-jährige Tessiner haben den Vertrag bis zum Ende der WM-Qualifikation im Frühling 2022 verlängert.

Qualifiziert sich die Schweiz für die WM 2022, die im November/Dezember 2022 in Katar stattfindet, bleibt Petkovic bis Turnierende Nationalcoach. 

Petkovic ist seit Sommer 2014 Trainer der SFV-Auswahl. Er trat damals die Nachfolge von Ottmar Hitzfeld an und führte die Schweiz seither an die EM 2016, an die WM 2018 sowie an die EM 2020.

Petkovic auf den Spuren von Kuhn und Hitzfeld

Erfüllt Petkovic den neuen Vertrag, ist er länger Nationalcoach als seine Vorgänger Köbi Kuhn (Juni 2001 bis Juni 2008) und Ottmar Hitzfeld (Juli 2008 bis Juli 2014). Führt Petkovic die Schweizer Auswahl an die WM 2022, wird er bis Turnierende acht Jahre und fünf Monate Nationaltrainer gewesen sein. Damit würde er den Rekord von Karl Rappan aus den Vierzigerjahren verbessern, dessen längste von drei Amtszeiten sieben Jahre und zehn Monate dauerte.

Defizite wurden ernst genommen

Petkovic ist mit drei Endrunden-Teilnahmen und einem Schnitt von 1,87 Punkten pro Spiel der erfolgreichste Nationaltrainer in der Geschichte des SFV. Für Kritik hatten seit der WM 2018 in Russland allerdings seine (seltenen) öffentlichen Auftritte sowie seine Aussendarstellung gesorgt.

Beim Verband wurden diese Defizite wahr- und ernst genommen, doch waren sie neben den sportlichen Leistungen und Resultaten der Mannschaft sekundär. Nationalteamdirektor Pierluigi Tami, der in der Diskussion um die Zukunft des Nationaltrainers den Lead hatte, bevorzugte stets den Weg der Kontinuität. Er fand mit seinem Anliegen Gehör bei den entscheidenden Gremien im SFV, dem Komitee der Swiss Football League und beim Zentralvorstand um Präsident Dominique Blanc.

Das sind Vladimir Petkovics wichtigste Aussagen an der Medienkonferenz in Muri:

  • «Es gab keinen Grund, zu sagen, dass wir nicht weitermachen.»
  • «Wir wollen unbegrenzte Ziele haben. Mit dem Willen, Weltmeister zu werden.»
  • «In den ersten vier Jahren als Nationaltrainer habe ich sehr viel unternommen. Dann kam Russland und alles hat sich für ein Jahr ein bisschen verschlossen und verklemmt. Dort haben wir – ich inbegriffen – falsche Schritte gemacht. Seit Pierluigi Tami hier ist, haben wir Schritte in die richtige Richtung gemacht.»
  • «In Russland ist zu viel Negatives passiert. Ich musste in dieser Zeit Überlebensübungen machen. Ich habe mit guten Resultaten überlebt.»
  • «Ich will noch besser zu den Leuten durchdringen. Nicht nur zu den Journalisten, sondern zu den Menschen, denen die Nationalmannschaft am Herzen liegt.»
  • «Wir haben uns modernisiert und professionalisiert. Physisch, technisch und taktisch sind wir gut aufgestellt.»

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