Volleyball Playoffs
Herber Dämpfer für die Favoritinnen: Sm'Aesch verliert das zweite Halbfinalspiel gegen Düdingen

Nach dem 3:0-Sieg im ersten Spiel der Halbfinalserie verlieren die Volleyballerinnen von Sm'Aesch Pfeffingen das zweite Spiel gegen Düdingen mit 0:3. Coach Andreas Vollmer ist sich aber sicher, dass das Team gestärkt aus dieser Niederlage geht.

Paul Ulli
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Nicht nur die Spielerinnen waren im Fokus. Auch das Schiedsrichtergespann stand im Mittelpunkt.

Nicht nur die Spielerinnen waren im Fokus. Auch das Schiedsrichtergespann stand im Mittelpunkt.

Edgar Hänggi (06.03.2021)

Nach dem klaren 3:0-Heimsieg vor Wochenfrist konnte das Team von Head-Coach Andreas Vollmer mit viel Selbstvertrauen zur zweiten Partie nach Düdingen reisen. Dass dieser Sieg ohne Topskorerin Madison Duello und Mittelblockerin Gabi Schottroff zu Stande kam, war schon aller Ehren wert.

Doch ein Sieg allein ist in einer Best-of-five-Serie nur ein einziges Puzzle-Teil. Deshalb hiess das klare Ziel des Qualifikationssiegers, beim Gastspiel bei den Fribourgerinnen mit einem Sieg ein zweites Teilchen hinzuzufügen, um dann am Mittwochabend im zweiten Heimspiel das Bild und damit den Finaleinzug fertig zu stellen. Doch wie heisst es so schön: Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.

Weil die Mannschaft von Trainer Dario Bettello alle bisherigen vier Saisonspiele gegen die Baselbieterinnen verloren hatte, war schon vor dem ersten Ballwechsel klar, dass die Power Cats mit ihrer Topskorerin Samantha Cash alles versuchen würden, um endlich einen Sieg gegen den Meisterschaftsfavoriten bejubeln zu können.

Und es war genau diese stark spielende Cash, welche im Startsatz mit fünf Punkten in Folge beim Spielstand von 13:9 zu Gunsten ihres Teams für die Vorentscheidung in diesem Satz besorgt war und damit den Favoriten schockte. Es war überhaupt ein Satz zum Vergessen für Sm’Aesch Pfeffingen. Zu viele Eigenfehler, unkontrollierte Angriffe und wenig Inspiration führten beim sehr deutlichen 13:25 zum Satzverlust.

Steigerung reicht nicht zum Satzausgleich

Besser ins Spiel kamen die Spielerinnen um Capitaine Madlaina Matter im zweiten Satz und hielten das Spielgeschehen ausgeglichen. Doch bei meist engem Score sorgten jetzt die beiden Refs bei Sm’Aesch Pfeffingen mit ihren fragwürdigen Entscheiden für Unmut. Dank einiger glücklicher und geschenkter Punkte rettete sich das Heimteam mit weiteren schönen Punkten von Trine Kjelstrup knapp zur 2:0-Satzführung. Jetzt war endgültig eine Reaktion bei den Gästen gefragt. Und die kam.

Wie verwandelt gegenüber den beiden ersten Sätzen lag Sm’Aesch bei den beiden technischen Time-outs mit 8:1 und 16:9 in Front. Doch irgendwie passte das nun Folgende zum Auftritt der Gäste an diesem Samstagabend. Aus unerfindlichen Gründen brachten Kelli Bates und die eingewechselte Gabi Schottroff beim Spielstand von 21:18 zu ihren Gunsten plötzlich kein Bein mehr vor das andere, oder besser gesagt keinen Ball mehr im gegnerischen Feld unter und Düdingen-Capitaine Elena Steinemann servierte gleich bis zum 25:21-Matchball durch.

Es gilt jetzt diese bittere Niederlage bis zum nächsten Vergleich der beiden Mannschaften zu verarbeiten, um das erklärte Saisonziel Meistertitel weiter verfolgen zu können. Vor allem die magere Punkteausbeute der sonst effizienten Sm’Aesch-Angreiferinnen Duello, Matter und Luisa Schirmer müssen zu denken geben. Löbliche Ausnahme in dieser Beziehung war bei der Pleite Mittelblockerin Tarah Wylie und in der Defensive die an diesem Tag wohl beste Sm’Aesch-Pfeffingen-Akteurin An Saita.

Auch Sm’Aesch-Trainer Vollmer musste das Geschehene zuerst verarbeiten, ehe er sich über das Spiel äusserte: «Dass wir im ersten Satz so untergingen, hat vor allem mit Düdingen-Angreiferin Kjelstrup zu tun, die im Vergleich zu den anderen Partien gegen uns diesmal praktisch jeden Ball in Punkte ummünzen konnte. Im zweiten Satz haben uns dann zwei, drei kuriose Schiedsrichterentscheide zur Unzeit wohl um den Satzausgleich gebracht. Dass wir im dritten Satz bei bis zu acht Punkten Vorsprung nicht reüssiert haben, hatte in den entscheidenden Momenten in erster Linie mit der Passqualität zu tun. Doch unsere Zuspielerin Annalea Maeder ist noch jung und muss lernen, mit solchen Stresssituationen umgehen zu können.»

«Am Mittwoch werden wir gestärkt aus der Niederlage aufs Feld gehen.»

Volley Düdingen – Sm’Aesch Pfeffingen 3:0

Sätze: 25:13, 25:22, 25:21

Leimacker. – Keine Zuschauer. – SR Sikanjic/Enkerli

Düdingen: Steinemann, Wieland, Knutti (Libera), Kjelstrup, Sulser, Cash, Pierret; Mebus, Eiholzer, Giustino, Deprati (Libera), Zurlinden.

Sm’Aesch Pfeffingen: Schirmer, Matter, Wylie, Saita (Libera), Maeder, Bates, Bogdanova; Duello, Oleksak, Schottroff, Saladin (Libera).

Das komplette Spiel zum Anschauen: