Volleyball
Erfolg mit Startschwierigkeiten: Sm'Aesch gewinnt nach der Zwangspause gegen die Cupsiegerinnen

Im ersten Spiel um den dritten Platz in einer Best-of-three-Serie der Volleyballmeisterschaft gewinnt Sm’Aesch Pfeffingen gegen Cupsieger Kanti Schaffhausen mit 3:1-Sätzen. Es ist das erste Spiel nach der Coronazwangspause und dem bitteren Forfait-Aus im Titelrennen.

Paul Ulli
Merken
Drucken
Teilen
Nach dem Forfait-Aus im Titelrennen können die Volleyballerinnen von Sm'Aesch wieder jubeln.

Nach dem Forfait-Aus im Titelrennen können die Volleyballerinnen von Sm'Aesch wieder jubeln.

Bild: Edgar Hänggi (06.03.2021)

Es war keine einfache Situation für die Volleyballerinnen von Sm’Aesch Pfeffingen und ihren Trainerstaff. Nach der fragwürdigen Entscheidung des Verbandes, den Titelfavoriten wegen der Coronaquarantäne mitten in den Playoff-Halbfinals aus der Entscheidung zu nehmen, in etwa vergleichbar wie bei einem Slalomlauf im Skisport, wenn man einen Fahrer wegen eines Einfädlers disqualifizieren würde, obwohl diesem überhaupt kein Fehler unterlaufen war.

Nun sei’s drum. Headcoach Andreas Vollmer unternahm nach zum Teil über zweiwöchiger Trainingspause alles, um sein Team bestmöglich für diese Entscheidung um Platz 3 vorzubereiten. Doch irgendwie passte zu Beginn dieser Partie beim Gastgeber nicht viel zusammen. Vor allem die Angreiferinnen sahen ihre Bälle zu oft ins Aus segeln und auch die Blockarbeit liess stark zu wünschen übrig.

So konnten die Ostschweizerinnen mit Ex-Sm’Aesch-Spielerin Taylor Fricano und Capitaine Katerina Holaskova nach einer 8:4-Führung beim ersten technischen Time-out den Vorsprung kontinuierlich auf bis zu zehn Punkte (18:8) ausbauen. Das brutale Verdikt dieses Startsatz war nach knapp zwanzig Minuten Spielzeit auf der Anzeigetafel zu lesen: 15:25 zu Gunsten der Schaffhauserinnen.

Steigerung im zweiten Satz

Besser dann der Beginn des zweiten Satzes für die Gastgeberinnen. Endlich fanden Topskorerin Madison Duello und Kelli Bates Lücken in der Defensive der Mannschaft von Trainer Nicki Neubauer und führten schnell mit 8:5. Doch Schwächen in der Annahme und Fehler in der Angriffsauslösung liessen den erspielten Vorsprung schmelzen wie Schnee an der Sonne (9:10).

Dank einer Willensleistung steckte das Heimteam mit Capitaine Madlaina Matter aber auch dieses Negativerlebnis weg und drehte das Resultat wieder auf 14:12. Doch diesmal hielten die coronagebeutelte Monika Chrtianska und ihre Teamkolleginnen die Pace hoch und holten sich nach zwei Servicewinnern von Tarah Wylie und einem präzisen Smash von Duello verdientermassen den Satzausgleich.

Dieser Satzausgleich brachte bei den Baselbieterinnen die Spielfreude zurück und vor allem die Österreicherin Chrtianska punktete jetzt regelmässig, sodass beim zweiten technischen Time-out ein klares 16:10 resultierte und Wylie/Duello mit ihrem Block den Satzgewinn festmachten.

Im vierten Satz war Kanti gefordert und reagierte mit einem schnellen 2:6. Doch die immer stabiler spielenden Gastgeberinnen konterten prompt und lagen bei der ersten technischen Auszeit mit 9:7 voran. Nach weiteren Hochs und Tiefs bei beiden Teams mit meist ausgeglichenem Spielstand hatte Sm’Aesch Pfeffingen den längeren Atem und die stark aufspielende Chrtianska verwertete den zweiten Matchball souverän.

«Es war für uns nicht einfach, aber wir hatten ja überhaupt Nichts zu verlieren und kamen nach einem Kaltstart immer besser in die Partie und hatten danach einfach viel Spass am Spiel», sagte eine nach überstandener Krankheit zu alter Stärke zurückfindende «Matchwinnerin» Chrtianska.

Sm’Aesch Pfeffingen – Kanti Schaffhausen 3:1

Sätze: 15:25, 25:20, 25:18, 25:17

Löhrenacker. – Keine Zuschauer. – SR Kälin/Enkerli

Sm’Aesch Pfeffingen: Wylie, Matter, Saita (Libera), Chrtianska, Bates, Duello, Maeder; Schirmer, Oleksak, Schottroff, Bogdanova, Saladin (Libera).

Kanti Schaffhausen: Perkovac, Kemmsis, Habegger (Libera), Fricano, Leweling, Holaskova, Silge; Watson, Kunz, Reiser, Cukseeva, Kosma.