Volleyball
Verabschiedung aus der NLA: Traktor Basel verliert das möglicherweise letzte Heimspiel

Traktor Basel verliert das erste Platzierungsspiel um Platz 7 mit 0:3. Weil es das vielleicht letzte Heimspiel in der NLA war, verabschiedet sich der Klub und bedankt sich bei Helfern für diese schwierige Saison.

Esteban Waid
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Samuel Ehrat und Co. sorgen für die letzten NLA-Punkte im Ranhof.

Samuel Ehrat und Co. sorgen für die letzten NLA-Punkte im Ranhof.

Edgar Hänggi (Archiv)

Ein Monat ist es her, dass die Führung von Traktor Basel bekanntgeben musste, dass es für den Klub in der NLA aus finanziellen Gründen nicht weiter gehen kann. Nach nur zwei Saisons ist damit Schluss in der höchsten Schweizer Spielklasse im Volleyball und mit den Playoff-Platzierungsspielen drehen die Volleyballer ihre letzten Runden, bevor sie in der nächsten Spielzeit in der NLB spielen werden.

Am Samstag stand dann das erste Spiel um Rang 7 im Basler Rankhof an. Weil die Platzierungsspiele im Best-of-Three-Modus ausgespielt werden, könnte es das letzte Heimspiel in der NLA gewesen sein. Durch die überraschende 0:3-Heimniederlage haben die Luzerner im Rückspiel die Möglichkeit, das NLA-Abenteuer von Traktor Basel endgültig zu beenden.

Die Hoffnung auf ein weiteres NLA-Spiel im Rankhof bleibt zwar bestehen. Weil dies aber nicht sicher ist, verabschiedete sich der Klub bereits am Osterwochenende aus der Saison. Präsident Roland John und der sportliche Leiter Heiko Breer richteten ihren Dank an Helfer, Spieler und Mitglieder, die den Ablauf der schwierigen Coronasaison ermöglichten und die sich mit Abstand in der Halle aufstellten. Für jeden gab es ein kleines Präsent-Täschen. Die Luzerner Gäste blieben für diesen Anlass in der Halle und ersetzten mit dieser schönen Geste den Applaus der fehlenden Zuschauer. Bevor sich Traktor aber verabschiedete, wurde auf dem Feld noch um jeden Punkt gekämpft.

Die Traktoren starten dabei denkbar schlecht in die Partie. Erst nach sieben Luzerner Punkten brachte ein Block von Irian Mika die ersten Basler Punkte auf die Anzeigetafel. Bis zum Satzende können die Hausherren den Rückstand aber nicht mehr aufholen, sodass der erste Satz an die Luzerner geht.

Im zweiten Satz zeigte die Mannschaft von Daniel Rocamora, dass man sich so nicht aus dem Rankhof verabschieden möchte. Lange führen die Luzerner auch im zweiten Satz. Nach dem zweiten Technischen Time-out (13:16) kämpfen sich die Traktoren aber zurück und liefern sich einen spannenden Fight bis in die Satzverlängerung. Am Ende geht ein Schmetterball vom wiedergenesenen Topskorer Piero Müller ab ins Aus. Der Satz geht mit 27:25 an die Luzerner.

Im letzten Satz lassen sich die Gäste aus Luzern den Satz aber nicht mehr nehmen. Auch, weil Traktor die Konzentration verliert und zu viele Fehler produziert. Der Sieg der Luzerner kommt dabei überraschend, weil Traktor die beiden Duelle in der Qualifikationsrunde noch für sich entscheiden konnte.

Am Samstag kommt des zum zweiten Spiel um den siebten Platz. Gewinnt Traktor Basel dieses Duell, gibt es am folgenden Mittwoch ein weiteres Entscheidungsspiel im Basler Rankhof, bevor sich der Klub dann endgültig aus der NLA verabschiedet.

Traktor Basel – Lindaren Volley Luzern 0:3

Sätze: 18:25, 25:27, 21:25

Rankhofhalle, Basel Schiedsrichter: Sanapio Alfio, Mordasini Thierry, Zuschauer: ohne

Traktor: Passeur: Luca Widmer (2), Timo Simonett Aussen: Bruno Jukic (5), Kuba Radomski (3), Irian Mika (11) Diagonal: Piero Müller (9), Dario Schmid (3) Mitte: Sämi Ehrat (3), Eric Heller (7), Nico Ramer Libero: Lukas Hasler, Marco Geiger, Verletzt, nicht verfügbar: -

Das komplette Spiel in der Wiederholung:

YouTube/Traktor Basel