Volleyball
Verrückte Partie im Jura: Sm'Aesch gewinnt in extremis

Nach der Niederlage im Spitzenkampf gegen Neuchâtel vor Wochenfrist gewinnt Sm’Aesch Pfeffingen auswärts gegen Franches-Montagnes mit viel Mühe im Tie-Break mit 3:2.

Paul Ulli
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Sm'Aesch musste im Jura hart kämpfen. Doch am Ende gibt es einen Sieg.

Sm'Aesch musste im Jura hart kämpfen. Doch am Ende gibt es einen Sieg.

Sacha Grossenbacher (Archiv)

Die Spielerinnen von Sm’Aesch Pfeffingen konnten am späten Sonntagnachmittag bei der Partie gegen Franches-Montagnes ihrer Favoritenrolle nach einem Kaltstart nur phasenweise gerecht werden und kehrten mit einem knappen 3:2-Sieg nach Aesch zurück. Es war ein holpriger Startsatz für die Spielerinnen von Headcoach Andy Vollmer. Von Beginn an lag das Team immer mit bis zu drei Punkten in Rücklage. Dies änderte sich in der Schlussphase des Satzes, als sich Sm’Aesch Pfeffingen beim Spielstand von 23:24 einen Satzball erspielte. Doch das Heimteam reagierte heftig und holte sich die Satzführung mit 26:24 in extremis.

Spiele und Resultate

Nationalliga A. 7. Runde: Cheseaux - Val-de-Travers 3:1. Lugano - Düdingen 0:3. Toggenburg - Genève 0:3. Franches-Montagnes - Sm’Aesch 2:3. Neuchâtel - Schaffhausen 3:0. – Ranglistenspitze: 1. Neuchâtel 21. 2. Sm’Aesch 17. 3. Schaffhausen 16. 4. Cheseaux 15. 5. Düdingen 12. 6. Genève 11.

Diesen Satzverlust wollten die Baselbieterinnen nicht ohne Antwort so stehen lassen und reagierten resultatmässig eindrücklich. Schnell lagen sie mit zehn Punkten in Führung (3:10 und 10:20). Wenig später war der sichere Satzgewinn mit 13:25 unter Dach und Fach. Doch dieser problemlos gewonnene Durchgang entpuppte sich wenig später als Bumerang, denn das Heimteam konnte nach jeweils ausgeglichenem Resultatverlauf gegen Ende des Satzes einen Vierpunkte-Vorsprung herausspielen (20:16). Diesen verwalteten die Jurassierinnen bis zum Schluss und holten sich mit einem 25:21 überraschend erneut die Satzführung.

Zuerst der Leistungsabfall, dann der Krimi

Erneut reagierten die favorisierten Gäste wütend und erfolgreich. Nach einem 8:12 und 12:20 retteten sich Capitaine Madlaina Matter und ihre Teamkolleginnen mit einem deutlichen 12:25 ins entscheidende Tie-Break. Völlig unverständlich war danach der erneute Leistungsabfall im Entscheidungssatz. Beim Spielstand von 11:9 für die Jurasserinnen schien der Auswärtssieg in weite Ferne gerückt. Doch in einer dramatischen Schlussphase hatten die Sm’Aesch-Akteurinnen die besseren Nerven und holten sich mit einem 17:19 noch den hart erkämpften Sieg.

Franches-Montagnes – Sm’Aesch Pfeffingen 2:3

Sätze: 26:24, 13:25, 25:21, 12:25, 17:19.

Salle Maurice Lacroix. – 200 Zuschauer. - SR Troyon/Pedrazzini

Franches-Montagnes: Parts, Gerber, Staffelbach, Arrechea, Varé, Chapatte (Libera), Montano, Marin: Gomes, Nicolet (Libera), Faivet, Monnin, Rothenbühler.

Sm’Aesch Pfeffingen: Duello, Matter, Wylie, Saita (Libera), Bélanger, Andersson, Van Rooij; Eichler, Blanchfield, Saladin (Libera), Pierret.

Bemerkungen: Sm’Aesch Pfeffingen ohne Koch (verletzt).

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