Beide Teams benötigen noch einen Sieg zum Finaleinzug. Pfadi siegte beim BSV 27:19, die Kadetten schlugen Kriens-Luzern 29:23.

Pfadi liess dem BSV auch auswärts keine Chance. Wie bereits beim 29:21-Heimsieg am Ostermontag dominierten die Winterthurer die Partie klar, lagen sie nie in Rückstand. Bis zum 3:3 gelang den Bernern dreimal der Ausgleich, dann zogen die Gäste auf 7:3 (11.). In der Folge kam der BSV noch zweimal bis auf zwei Tore heran, ehe Pfadi die Partie mit sieben Toren in Serie vom 11:9 (29.) zum 18:9 (41.) frühzeitig vorentschied.

Pfadi verteidigte erneut sehr stark. Für 15 der 27 Tore der Winterthurer zeichneten Julian Krieg (9) und Marcel Hess (6) verantwortlich. Krieg war bereits in der Qualifikation mit 121 Treffern der beste Werfer gewesen, in der Finalrunde reüssierte nur der Thuner Lukas von Deschwanden (62) öfters als der deutsche Aufbauer (59). Stark spielte bei den Gästen auch der nach der Pause eingesetzte Goalie Martin Pramuk, der es auf neun Paraden und eine Abwehrquote von 45 Prozent brachte. Besonders hervorzuheben ist zudem Severin Brüngger, der jüngere Bruder von Trainer Adrian. Der Altinternationale, der immer wieder als Nothelfer eingesprungen ist, steht diesmal gar während den gesamten Playoffs und dem Cup-Final-Four zur Verfügung. Und es scheint sich auszuzahlen, dass der Verteidigungsspezialist konsequenter als sonst aufgebaut wurde, steuerte er doch drei Tore zum Sieg bei.

Die Berner entwickelten zu wenig Druck aus dem Rückraum; Marco Kurth (1) und Benjamin Steiger (1) blieben weit unter ihren Möglichkeiten. Zudem kam viel zu wenig von den Flügelpositionen - einzig Marcel Lengacher traf zweimal. Hätte Keeper Dragan Marjanac nicht stark gespielt und 16 Schüsse abgewehrt, wäre das Verdikt noch deutlicher ausgefallen. Von den Feldspielern überzeugte in der Offensive einzig Uros Mitrovic (8).

In Schaffhausen hatte Kriens-Luzern das Spiel bis zum Schluss ausgeglichen gestaltet und nur knapp verloren (21:23). In der heimischen Krauerhalle dagegen waren die Innerschweizer weitgehend chancenlos. Die Kadetten zogen dem Heimteam mit ihrer robusten Defensive die Zähne. Nach einer ausgeglichenen Startphase (4:4/14.) übernahmen die Schaffhauser das Zepter und gingen bis zur 22. Minute 10:5 in Führung. Diesen Vorsprung verwalteten sie sicher, auch nach dem 15:18 (45.) kam keine Spannung mehr auf. Überragender Spieler bei den Gästen war Leszek Starczan; der 36-jährige Linksaussen traf achtmal.

Meisterschaft NLA. Playoff-Halbfinals (best of 5). 2. Runde: BSV Bern Muri (4.) - Pfadi Winterthur (1.) 19:27 (9:12); Stand 0:2. Kriens-Luzern (3.) - Kadetten Schaffhausen (2.) 23:29 (8:14); Stand 0:2.