Handball

BSV Bern siegte und feierte sich selbst

Ein BSV-Bern-Bild aus weniger guten Zeiten: David Staudenmann (in rot) gehörte zu jenem Team, das den BSV Bern 2003 wieder in die NLA zurück brachte.

Ein BSV-Bern-Bild aus weniger guten Zeiten: David Staudenmann (in rot) gehörte zu jenem Team, das den BSV Bern 2003 wieder in die NLA zurück brachte.

Die Handballrunde steht im Zeichen der Feier «60 Jahre BSV Bern». Die Berner gewinnen das Festspiel gegen Suhr Aarau vor 1610 Zuschauern mit 27:19.

Die Aargauer mochten dem BSV Bern das Jubiläum nicht vermiesen. Suhr Aarau führte nach acht Minuten 3:2, geriet in den nächsten acht Minuten aber mit 3:6 ins Hintertreffen und lief diesem Rückstand in der Folge erfolglos hinterher.

So kam der BSV zu einem feinen Sieg gegen ein Team, das in der Tabelle bei Spielbeginn zwei Plätze vor den Bernern klassiert gewesen war. Die Berner feierten diesen Sieg und vor allem sich selber und die Tradition des einstigen Vorzeigeklubs, der vor 20 Jahren kurz aus der höchsten Liga verschwand, sich seit dem Wiederaufstieg von 2003 aber langsam der Spitze wieder annähert. Die drei Meisterteams von 1961, 1980 und 1985 waren in der fast vollbesetzten Mooshalle Gümligen präsent. Koni Affolter führte als Captain des 1980er-Teams jene Mannschaft aufs Parkett, die vor vierzig Jahren die Meisterschaft mit 18 Siegen in 18 Spielen dominierte. Dies schaffte vorher und nachher im Schweizer Handball keine andere Mannschaft mehr.

Ein BSV-Held der Vergangenheit fehlte am gelungenen Fest in der Mooshalle Gümligen: Martin Rubin, der Meisterschütze von 1985 (dank eines Siegtors fünf Sekunden vor Schluss), war gleichzeitig als Trainer von Wacker Thun in Endingen engagiert. Wacker Thun setzte sich dort mit 29:25 durch.

Remis im Verfolgerduell

In St. Gallen endete das packende Spitzenspiel zwischen St. Otmar und Pfadi Winterthur 27:27. Seit mehr als zwei Jahren vermochte St. Otmar gegen Pfadi nicht mehr zu gewinnen. Nach neun Niederlagen hintereinander schnupperte St. Otmar diesmal am Sieg. In einem Spiel mit acht Führungswechseln brachte Andrija Pendic das Heimteam, das phasenweise mit drei Goals Vorsprung geführt hatte, 52 Sekunden vor Schluss in Führung. Kevin Jud gelang indes in der letzten Sekunde noch der glückhafte Ausgleich.

Der RTV Basel, letzte Saison noch in den Playoffs, wartet auch nach 13 Runden auf den ersten Sieg in dieser Meisterschaft. Die Basler gingen bei GC Amicitia mit 23:29 unter, weil ihnen in den letzten 17 Minuten der ersten Halbzeit bloss ein Tor gelang (vom 5:5 zum 6:13).

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