Ein Rücktritt ist es nicht. In den letzten sechs Jahren ist die Schweiz unter von Allmen in der Weltrangliste von Rang 13 auf 7 vorgerückt, gleichzeitig ist ein funktionierender Unterbau der Elite aufgebaut und das Team verjüngt worden. Um den nächsten Schritt machen zu können, braucht es jetzt mehr Personal. So übergibt er die Elite wie auch die U17 in die Hände neuer Trainer und konzentriert sich auf die Arbeiten im Hintergrund: Kommunikation, Organisation von Trainings und Turnieren, Führen der Trainer nach der bisherigen Erfolgsphilosophie.

Das Gesicht des Elite-Nationalteams sind neu die nach der WM 2014 als Spielerin zurückgetretene Kapitänin Christine Schneider, die schon an der U20-EM 2010 in Darmstadt als Assistentin von von Allmen fungierte, und Tanja Kammermann. «Beide sind für mich die absolute Wunschlösung. Sie sind Respektpersonen, haben Führungsqualitäten und waren in den letzten Jahren die Eckpfeiler unseres Erfolges. Sie werden den eingeschlagenen Weg weitergehen», freut sich der weichende Nationaltrainer. Hierfür hat das neue Trainerduo Zeit, da die Schweiz aus finanziellen Gründen in diesem Jahr nicht an die WM in Chile fährt und die Roller Games 2017 in China auch nicht machbar sein werden.

U17-Nationalteam wird in die Meisterschaft integriert

Auf Stufe U17, welche im Vorjahr in Mieres die Direktduelle gegen Deutschland und England für sich entschied und zeigte, eine schlagkräftige neue Generation zu sein, heisst die neue Nationaltrainerin Stephanie Moor. Sie stammt genauso wie Kammermann von Meister RHC Vordemwald, ist langjähriges Aktivmitglied der Nati und widmet sich jetzt dem Nachwuchs. Sie erhält Unterstützung von Patrick Mühlheim, der sich um die jungen Torhüterinnen kümmert. Gleichzeitig wird das U17-Nationalteam in den

Meisterschaftsbetrieb der Damen integriert, was eine Win-Win-Situation kreieren soll. Ein Team mehr in der Meisterschaft, mehr Spielpraxis für den Nachwuchs und gleichzeitig eine Gelegenheit, Mädchen aus Vereinen ohne Damenteam bei der Stange zu halten. "Das Prinzip mit der übergreifenden Spielphilosophie hat sich bewährt", so von Allmen, der Erfolg gibt ihm Recht. Die Spielerinnen werden an die taktische Ausrichtung herangeführt, bei der Elite kann danach an den Details gearbeitet werden.

In den kommenden Tagen werden erste Aufgebote verschickt werden, darunter auch eine Information zur geplanten Umsetzung der U17 im Meisterschaftsbetrieb. Die Elite wie auch die U17 dürfen sich im Rahmen des Projekts 2020 auf spannende Einsätze und Aktionen freuen!