Handball-EM-Qualifikation

Das Schlüsselspiel der Handball-Nati auswärts in Belgien: «Wir dürfen uns nicht einlullen lassen»

Steht der Schweiz in den beiden EM-Qualifikationsspielen gegen Belgien zur Verfügung: Andy Schmid

Steht der Schweiz in den beiden EM-Qualifikationsspielen gegen Belgien zur Verfügung: Andy Schmid

Die Schweizer Handball-Nationalmannschaft kann am Mittwochabend (Anpfiff 20.10 Uhr/live TV 24) in Löwen einen weiteren Schritt in Richtung EM 2020 machen.

Ein Sieg gegen Norwegen, ein deutlicher Erfolg gegen Serbien und Anfang März ein Auswärtstriumph gegen den dreifachen Weltmeister Deutschland: Die Schweizer Handballnationalmannschaft hat zuletzt dank guter Leistungen die Erwartungen in die Höhe geschraubt.

Gegen Belgien wird deshalb sowohl im Auswärtsspiel vom Mittwochabend als auch in der Heimpartie vom Sonntag ein Sieg erwartet. «Wir dürfen uns nicht einlullen lassen», sagt Trainer Michael Suter und fügt hinzu: «Wir wissen, wo wir herkommen. Da ist Demut angebracht.»

Er sei ohnehin ein Trainer, der keinen Gegner unterschätze. Belgien habe in den vergangenen Jahren Leistungen gezeigt, die «mindestens ebenbürtig» mit jenen der Schweizer Auswahl seien.

Kommt hinzu, dass der Sieg der Schweizer gegen Norwegen (33:30) im Rückspiel der im Gesamtskore (59:62) verlorenen WM-Barrage wertlos und derjenige gegen Deutschland im Testspiel (29:27) kein Ernstkampf war.

Nati-Trainer Michael Suter.

Nati-Trainer Michael Suter.

Und dennoch geht die Schweiz so selbstbewusst in die Auswärtspartie in Belgien, dass der Trainer sagt: «Wir wollen zwei Punkte. Doch das will Belgien ebenfalls.» Mehrere Akteure des heutigen Gegners stehen in Frankreich unter Vertrag.

Aus einer ausgeglichenen, eingespielten Equipe ragen drei Akteure heraus. Goalie Jef Lettens wechselt im kommenden Sommer von Rennes zu Nantes, zum Champions-League-Finalisten von 2018. Regisseur Arber Qerimi spielte bis Ende 2018 bei Champions-League-Teilnehmer Zagreb und Thomas Bolaers ist Abwehrchef in der höchsten französischen Liga, ebenfalls bei Rennes.

Erste Endrunde seit 2006 möglich

Nach dem wichtigen Sieg gegen Serbien und der Niederlage in Kroatien im Oktober steht die Schweiz in der Tabelle auf dem zweiten Platz, der zur Teilnahme an der EM-Endrunde in Österreich, Schweden und Norwegen berechtigt.

Mit einem Auswärtssieg in Löwen würde die Schweiz einen weiteren grossen Schritt in Richtung der ersten Endrunde seit 2006 machen.

Weil an der EM 2020 erstmals 24 Mannschaften teilnehmen werden, sind aus den acht Qualifikationsgruppen auch die vier besten Gruppendritten dabei. Doch rechnen will Suter nicht. «Wenn wir unsere Leistung abrufen, ist das nicht nötig.»

Wieder im Schweizer Nationalteam: Alen Milosevic.

Wieder im Schweizer Nationalteam: Alen Milosevic.

Trailer Handball EM Quali 2020 Belgien - Schweiz_NEU KW15

Handball EM Quali 2020 Belgien - Schweiz

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