Golf

Mathias Eggenberger hält 150 Profis stand

Mathias Eggenberger forderte Europas Profis

Mathias Eggenberger forderte Europas Profis

Der Rheintaler Golfamateur Mathias Eggenberger sorgt an der Swiss Challenge im Feld von 150 Profis für eine Sensation. Drei Schläge hinter Sieger Pierre Relecom aus Belgien wird er Dritter.

Eggenberger, liechtensteinisch-schweizerischer Doppelbürger aus Grabs, ist mit 22 Jahren noch Amateur und will erst in frühstens anderthalb Jahren zu den Profis wechseln, wenn er sein Business- und Marketingstudium an der Universität von Stirling in Schottland abgeschlossen haben wird. An der 9. Swiss Challenge auf Golf Sempachersee in Hildisrieden LU hat er in vier Runden von Donnerstag bis Sonntag mehr aus nur angedeutet, dass er dem darbenden Schweizer Profigolf bald weiterhelfen könnte.

Mathias Eggenberger absolvierte die vier Runden mit unglaublicher Regelmässigkeit auf hohem Niveau, liess sich jedes Mal 68 Schläge (3 unter Par) notieren und beging keinen groben Fehler.

Nie zuvor in der neunjährigen Geschichte des Turniers hatte ein Schweizer derart gut abgeschnitten wie der Ostschweizer. Nur zweimal hatten Top-10-Klassierungen herausgeschaut, beide Male durch den Genfer Profi Julien Clément, der 2008 Fünfter und 2010 Vierter geworden war.

An diesem Turnier hatten sich acht Schweizer, unter ihnen drei Amateure, für die beiden Finalrunden qualifiziert - so viele wie nie zuvor. Mit Ausnahme des erstaunlichen Mathias Eggenberger konnten sie jedoch am Wochenende nicht zusetzen und büssten wenige bis viele Ränge ein. So wurde der Zuger Damian Ulrich als zweitbester Schweizer 55., schlaggleich mit dem 27-jährigen Genfer Arthur Gabella. Gabella lebt seit einer Transplantation im letzten August mit einem neuen Herz. In Hildisrieden bestritt er sein erstes Turnier als Profi und zeigte eine Leistung, die ihm aufgrund der Voraussetzungen nicht zuzutrauen war.

Einen Schlag hinter Ulrich und Gabella folgte der in Steinhausen lebende Engadiner Martin Rominger im 61. Rang. Nebst dem Zürcher Ken Benz, der nach zwei Runden ausschied, sind Ulrich und Rominger die einzigen Schweizer, die über ein reguläres Spielrecht auf der Challenge Tour verfügen, der zweithöchsten Tour im europäischen Profigolf.

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