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Nach der Welle an Absagen gibt es viele Zukunftsszenarien

Cooly, das Maskottchen der Schweizer Eishockey-WM, kommt zumindest in diesem Jahr nicht zum Einsatz; klappt es im nächsten Frühling?

Cooly, das Maskottchen der Schweizer Eishockey-WM, kommt zumindest in diesem Jahr nicht zum Einsatz; klappt es im nächsten Frühling?

Der Sport steht still. Die Highlights der nächsten Monate sind verschoben. Wann es weitergeht, ist fast überall unklar. Ein Überblick über den Stand bei den wichtigsten Sportereignissen.

OLYMPIA: Die 32. Sommerspiele werden auf das nächste Jahr verlegt. Wann genau der Grossanlass in Tokio nun stattfindet, ist unklar. Wunschlösung soll eine Durchführung im Juli und August sein. Für die Terminfindung will das IOC schnell in die Abstimmung mit den internationalen Sportverbänden gehen. Spätestens im Sommer 2021 sollen die Spiele nachgeholt werden.

FUSSBALL. EUROPAMEISTERSCHAFT: Die Fussball-EM ist den Olympischen Spielen schon einen Schritt voraus - sie hat schon einen konkreten Nachholtermin. Das paneuropäische Turnier soll vom 11. Juni bis 11. Juli 2021 ausgetragen werden. In diesem Zeitraum werden die Olympischen Spiele damit nicht stattfinden.

EUROPACUP: Auch hier ist vieles unklar. Die ursprünglich Ende Mai geplanten Finals in der Champions League und Europa League sind auf unbestimmte Zeit verschoben. Die UEFA gibt den Ligen den Vorzug und arbeitet zurzeit mögliche Szenarien aus, damit Meisterschaften und Europacup-Wettbewerbe zu Ende gespielt werden können. Der Champions-League-Final sollte ursprünglich am 30. Mai in Istanbul stattfinden, der Final in der Europa League am 27. Mai in Danzig.

SUPER LEAGUE: In der Schweiz ruht der Ball bis mindestens Ende April. Klares Ziel sei es weiterhin, die Saison im Sommer zu Ende zu spielen, kommunizierte der Verband vor zwei Wochen. 13 Runden stehen in der Meisterschaft noch aus. Das sind mehr als in den grossen Ligen.

LIGEN IM AUSLAND: Realistisch scheint, dass in Europa erst im Juni wieder gespielt werden kann. Die Bundesliga beschloss in einem ersten Schritt eine Pause bis zum 2. April und wird den Unterbruch am nächsten Dienstag vorderhand bis zum 30. April verlängern. Effektiv hofft sie, den Spielbetrieb Mitte Mai ohne Zuschauer wieder aufzunehmen. England und Frankreich planen mit Spielen ab Juni, Italien und Spanien setzten den Betrieb ohne Frist aus und richten sich nach den Weisungen der Behörden.

FORMEL 1: Bis einschliesslich 7. Juni (Grand Prix in Aserbaidschan) sind alle Rennen gestrichen.

EISHOCKEY. WELTMEISTERSCHAFT: Die WM in der Schweiz wurde abgesagt. Ob das Turnier im nächsten Jahr in Lausanne und Zürich stattfindet (statt in Minsk und Riga), ist offen. Die WM-Turniere bis 2025 sind eigentlich vergeben.

NATIONAL LEAGUE: Die Saison wurde abgebrochen, es gibt 2020 keinen Schweizer Meister sowie keine Auf- und Absteiger.

LEICHTATHLETIK-EM: Die für 25. bis 30. August geplante nacholympische Veranstaltung in Paris ist noch nicht abgesagt. Der Weltverband hofft, dass irgendwann in diesem Jahr seine Athleten noch Wettkämpfe bestreiten können, möglicherweise an Meetings in einer verspäteten Freiluft-Saison.

TENNIS: Das French Open wurde bereits verschoben und soll nun vom 20. September bis 4. Oktober ausgetragen werden. Was mit Wimbledon passiert, ist noch offen. Dass der Klassiker wie geplant vom 29. Juni bis 12. Juli stattfinden kann, gilt angesichts der aktuellen Entwicklungen aber als unwahrscheinlich.

US-PROFILIGEN: Alle grossen Ligen haben den Spielbetrieb vorerst eingestellt. Wann es weitergeht, ist offen.

GIRO D'ITALIA: Die zweitgrösste Rundfahrt der Welt ist wie alle Frühjahrsklassiker abgesagt worden. Ob die Rennen nachgeholt werden, ist noch offen.

TOUR DE FRANCE: Das dritte sportliche Grossereignis des Sommers steht noch im Rad-Kalender. Die Tour de France sollte am 27. Juni in Nizza starten und am 19. Juli in Paris enden. Die Veranstalter prüfen derzeit Optionen zur Zuschauer-Einschränkung.

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