Nicht für den Halbfinal gereicht hat es für den leichten Frauen-Doppelzweier mit Patricia Merz und Frédérique Rol. Der Männer-Doppelvierer kam nicht mehr zum Einsatz, da die Regatta aufgrund der sich verändernden Windbedingungen für frühzeitig abgebrochen wurde.

Erneut mussten sich die Ruderinnen und Ruderer in Amsterdam auf veränderte Ruderbedingungen einstellen. Nach Mitwind am ersten Wettkampftag und flachem Wasser, wehte am Dienstag Gegenwind über die Strecke.

Niepmann/Tramèr siegen im Hoffnungslauf

Als erstes Schweizer Boot startete der Zweier ohne Steuermann Leichtgewichte mit Simon Niepmann (SC Zürich/Basler RC) und Lucas Tramèr (CA Vésenaz/Basler RC). Nachdem das Boot im Vorlauf die direkte Halbfinalqualifikation nicht erreichte hatte, ruderte es im Hoffnungslauf gegen die Boote aus Deutschland, Italien, Mexiko und Bulgarien.

Mindestens ein dritter Platz war in diesem Hoffnungslauf gefordert. Niepmann/Tramèr, diesmal mit Simon Niepmann auf der Schlagposition rudernd und Lucas Tramèr im Bug, qualifizierten sich mit einem Start-Ziel-Sieg für den Halbfinal.

Auf den ersten 500 Metern ruderten sich Niepmann/Tramèr eine Bootslänge Vorsprung heraus, die sie bis ins Ziel verteidigten. Zu keinem Zeitpunkt des Rennens vermochte eines der anderen Boote den beiden Schweizern die Führung streitig zu machen.

Im Ziel lagen Niepmann/Tramèr vor Italien und Bulgarien auf einem Qualifikationsplatz und konnten sich den Sieg in diesem Hoffnungslauf notieren lassen. Der Halbfinal für Niepmann/Tramèr findet am Donnerstagnachmittag statt. In diesem nächsten Rennen treffen sie auf die Boote aus Bulgarien, Irland, Frankreich, Niederlande und Australien.

Rol/Merz lange in aussichtsreicher Position
Eine anspruchsvolle Aufgabe wartete im Hoffnungslauf der Leichtgewichts-Doppelzweier auf Frédérique Rol (Lausanne Sports Aviron) und Patricia Merz (SC Zug). Von den vier startenden Booten aus Dänemark, Tschechien und USA sollten sich deren zwei für das Halbfinale qualifizieren.

Da aufgrund der Vorleistungen nur USA zu favorisieren war, konnte ein eng umkämpftes Rennen erwartet werden. Genauso verlief denn auch dieser Hoffnungslauf. Rol/Merz, wie gewohnt schnell gestartet, ruderten zunächst an zweiter Position.

Bei Streckenhälfte dann alle vier Boote noch nahe zusammen mit USA in Führung und die Schweizerinnen an vierter Stelle mit einer halben Bootslänge Rückstand. Bei 1500 Metern war der Rückstand auf eine Bootslänge angewachsen und vor allem schoben sich die zunächst hinter den Schweizerinnen rudernden Tschechinnen an die zweite Stelle.

Just in diesem Augenblick gelang es Rol/Merz nicht, das Tempo mitzugehen und so im Endspurt um den Halbfinaleinzug mitzureden. Der Rückstand konnte in Grenzen gehalten werden, dennoch bedeutet der vierte Rang im Hoffnungslauf, dass das Schweizer Duo im C/D-Halbfinal um die Ränge 13 bis 21 antreten wird.

Nach den Rennen der Leichtgewichts-Doppelzweier Frauen wurde die Regatta um 16.39 Uhr am Dienstag abgebrochen. Der Wind kam nunmehr seitlich über die Regattabahn.

Sämtliche Boote, welche sich bereits in der Einfahrzone befanden, wurden zurückgeschickt. Die Rennen werden am Mittwoch ab 13.11 Uhr durchgeführt. Vom Rennabbruch ist auch der Schweizer Doppelvierer betroffen. Dieser hätte am Dienstag um 17 Uhr seinen Hoffnungslauf bestritten. Neue Startzeit für den Männer-Doppelvierer ist am Mittwoch um 13.32 Uhr.