Fechten

Schweizer Degenfechter auf Olympia-Kurs

Die Schweizer Degenfechter bei ihrem Gewinn von WM-Bronze im Juli in Budapest (von links nach rechts): Benjamin Steffen, Lucas Malcotti, Michele Niggeler und Max Heinzer

Die Schweizer Degenfechter bei ihrem Gewinn von WM-Bronze im Juli in Budapest (von links nach rechts): Benjamin Steffen, Lucas Malcotti, Michele Niggeler und Max Heinzer

Am Degen-Weltcup vom Wochenende in Bern wird gleich zum Saisonauftakt die Endphase der Olympia-Qualifikation eingeläutet.

Dem Schweizer Degen-Team der Männer dürfte die Teilnahme für Tokio 2020 nicht mehr zu nehmen sein.

Im Sommer realisierten die Schweizer mit dem Gewinn von Bronze zum fünften Mal in Folge einen WM-Medaillengewinn. Sie legten damit eine viel versprechende Basis, um die zweite Olympia-Qualifikation in Folge im Degen-Teamwettbwerb zu schaffen.

Die Top 4 der Team-Weltrangliste plus der jeweils nachfolgende Kontinental-Beste per 4. April 2020 qualifizieren sich für Tokio 2020. Eine Team-Qualifikation bedeutet automatisch drei Startplätze für das olympische Degen-Einzel der Männer. Die Schweizer belegen aktuell im Olympia-Qualifikationsranking den 2. Rang hinter Olympiasieger und Weltmeister Frankreich. Dahinter folgen die Ukraine und Russland.

Mit einem Final-Einzug am Sonntag in Bern würden die Schweizer das Olympia-Ticket so gut wie sicher vorzeitig lösen. In Bern wird die Schweizer Equipe am Sonntag in der Team-Weltmeister-Besetzung von 2018 antreten; also mit Max Heinzer, Benjamin Steffen, Michele Niggeler und Lucas Malcotti.

Die erste Weltcup-Veranstaltung innerhalb der einjährigen Qualifikationsphase hatten die Schweizer im Mai in Paris gewonnen, an den Europameisterschaften resultierte dann der 6. Rang, ehe der Gewinn von WM-Bronze folgte.

Ausstehend innerhalb der einjährigen Qualifikationsphase sind nach Bern noch drei Team-Weltcups, wobei ein Streichresultat in die Wertung kommt. Im entsprechenden Programm stehen noch Heidenheim im Januar, Vancouver in Februar sowie Buenos Aires im März.

Der Schweizer Teamleader Max Heinzer nutzte die Saisonpause im September auch zur Heirat seiner Lebenspartnerin. Der Vater eines knapp zweijährigen Sohnes ist in der Berner Wankdorfhalle als Nummer 15 der Welt als einziger Schweizer direkt für den Finaltag vom Samstag gesetzt. Der 32-jährige Schwyzer hat in Bern schon dreimal dreimal triumphiert (2011 bis 2013). Die anderen Schweizer müssen im Einzel die Qualifikation vom Freitag überstehen, um am Samstag in der ersten Hauptrunde mit den letzten 64 antreten zu können.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1