Schwimmen

Villars mit Schweizer Rekord und Enttäuschung

Danielle Villars überzeugte über 100 m Delfin

Danielle Villars überzeugte über 100 m Delfin

Einen Tag nach Yannick Käser qualifiziert sich mit Danielle Villars eine zweite Schweizerin an den EM in Berlin für die Halbfinals. Dort enttäuschte die Zürcherin und belegt lediglich Rang 16.

Mit 58,91 Sekunden verbesserte Villars im Vorlauf den eigenen Schweizer Rekord, den sie an den Olympischen Spielen 2012 in London erzielt hatte, gleich um 51 Hundertstel. Schneller als die 21-Jährige waren bloss neun Athletinnen, und eine davon, Katinka Hosszu, verzichtete auf den Halbfinal. Am Abend legte Villars jedoch nicht wie erhofft zu - für den Final hätte sie 58,58 schwimmen müssen. Im Gegenteil: Trotz der besten Reaktionszeit blieb sie mit 59,88 um beinahe eine Sekunde über ihrer Zeit vom Morgen

Villars war am Abend noch ein zweites Mal im Einsatz, und zwar mit der 4x200-m-Crawlstaffel. Da nur acht Nationen in diesem Wettbewerb teilnehmen, hatten die Schweizerinnen keinen Vorlauf bestreiten müssen. Das Quartett, neben Villars gingen Noemi Girardet, Lisa Stamm und Martina van Berkel an den Start, verpasste mit 2:10,53 die zwölfjährige nationale Bestmarke um lediglich 46 Hundertstel - diese war an den letzten Schwimm-EM in Berlin aufgestellt worden. "Der Rekord war das Ziel", sagte Villars. "Es ist schade." Trotz der ordentlichen Leistung belegten die Schweizerinnen abgeschlagen den letzten Platz.

Gleich zweimal zuoberst auf dem Podest stand Katinka Hosszu. Zunächst war die 25-jährige Ungarin über 200 m Lagen beim dritten EM-Titel in Serie auf dieser Strecke eine Klasse für sich; mit 2:08,11 distanzierte sie die zweitplatzierte Britin Aimee Willmott um 3,33 Sekunden. 40 Minuten später, unmittelbar nach der Siegerehrung, triumphierte die Osteuropäerin auch über 100 m Rücken, wobei sie den Titel mit der Dänin Mie Nielsen teilen musste. Da Hosszu am Montag bereits über 400 m Lagen triumphiert hatte, ist sie nun die einzige Athletin in Berlin mit drei Goldmedaillen in einer Einzeldisziplin.

Richtig laut wurde es im mobilen Becken im Velodrom im Männerrennen über 200 m Brust. Dort erlöste Marco Koch die Zuschauer mit der ersten Goldmedaillen für Deutschland im 50-m-Becken nach zwei Silber- und einer Bronzemedaille.

Chancenlos waren über 100 m Crawl Alexandre Haldemann (49.) und David Karasek (55.). Der erst 19-jährige Haldemann zeigte aber eine gute Leistung und unterbot mit 50,80 die eigene Bestmarke um 32 Hundertstel. Teamcaptain Karasek dagegen kam auch im dritten Rennen nicht auf Touren und blieb mit 51,15 deutlich unter seinen Möglichkeiten.

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