In jedem Spiel seit dem Jahreswechsel, indem Guillaume Hoarau für YB zum Einsatz kam, traf der Mann von der Insel La Réunion mindestens einmal ins Schwarze. Mit seinen zehn Toren in acht aufeinanderfolgenden Spielen egalisierte der 34-jährige Franzose den Rekord des Ex-Baslers Alex Frei, dies teilte die Swiss Football League SFL am Dienstag mit.

Einzig in der Partie vom 4. März gegen den FC Lugano (4:2) erschien die Nummer 99 der Berner nicht als Torschütze auf der Anzeigetafel: Der Goalgetter vom Dienst erhielt eine Ruhepause auf der Ersatzbank.

Ihn hat YB-Knipser aufgeholt: FCB- und Nati-Sturmlegende Alex Frei

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Damit schliesst Hoarau in der Rekordliste zu Alex Frei auf, der in der Saison 2010/11 mit 9 Treffern in 8 Spielen eine gleiche Serie hinlegen konnte. Dass ausgerechnet der Franzose den 7 Jahre alten Rekord egalisieren würde, ist nur logisch, wenn man die persönlichen Statistiken betrachtet: Seit seiner Ankunft in Bern im Herbst 2014 erzielte er in 89 Meisterschaftspartien 64 Tore und 23 Assists. Damit war der Franzose an 87 Treffern direkt beteiligt, was quasi einem Schnitt von fast einem Punkt pro Spiel entspricht.

Wird er auch Torschützenkönig?

Trotz der imposanten Zahlen blieb Hoarau in den vergangenen vier Jahren die Krone des Torschützenkönigs verwehrt. Es reichte hinter Shkelzen Gashi (Basel, 2014/15), Munas Dabbur (GC, 2015/16) und Seydou Doumbia (Basel, 2016/17) jeweils immer nur zu Rang 2. Auch in der laufenden Saison steht Hoarau wieder mal «nur» auf Rang 2, ein Tor hinter Teamkollege Roger Assalé (12 Tore). 

Noch stehen aber 8 Spieltage aus, um Assalé zu überholen. Gelingt das Unterfangen, wäre es gemäss SFL ein weiterer Rekord für Hoarau: Noch nie seit Gründung der Swiss Football League im Jahr 2003 wurde ein Spieler Torschützenkönig, der an Weihnachten nur einen einzigen Treffer auf seinem Konto hatte.

Wir erinnern uns: Hoarau fiel im Herbst wegen einer Oberschenkelverletzung acht Spiele aus - umso beeindruckender wäre der Gewinn der Torjägerkrone.