Fussball
Zurück in der Wohlfühloase: Die Rückkehr von Michael Lang zum FC Basel weckt Hoffnungen und birgt Risiken

Michael Lang kehrt zum FC Basel zurück und will dort an die guten alten Zeiten anknüpfen. Doch der 30-jährige Rechtsverteidiger ist nicht die einzige neue Personalie an diesem aufregenden Montag aus Basler Sicht.

Jakob Weber
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Michael Lang posiert bereits im Trikot im Joggeli.

Michael Lang posiert bereits im Trikot im Joggeli.

Bild: FC Basel

Der FC Basel ist bekannt für seine Nostalgietransfers: Streller, Huggel, Delgado, Frei, Stocker. Die Liste lässt sich beliebig erweitern. Nachdem Timm Klose 2020 die jeweils hohen Erwartungen an die Rückkehrer nicht erfüllen konnte und aussortiert wurde, kann auch die neue Führung um David Degen einem neuerlichen Nostalgietransfer nicht widerstehen. Michael Lang kehrt nach drei Jahren in der Bundesliga zurück zu dem Verein, in dem er die «geilste Zeit meiner Karriere» hatte. Was sich in den letzten Tagen bereits abgezeichnet hatte, wurde am Montag finalisiert und offiziell kommuniziert.

Der 30-jährige Rechtsverteidiger, der auch zentral in der Vierer- oder Dreierkette spielen kann, kommt aus Mönchengladbach zurück zum FCB. Dort erhält Lang einen Vertrag bis 2023 mit Option auf ein weiteres Jahr. Im Communiqué wird Lang mit folgenden Worten zitiert. «Der FCB ist nach wie vor ein ambitionierter Verein und ich bin ein ambitionierter Spieler. Diese Konstellation passte während meiner ersten Zeit sehr gut und das gilt auch heute noch.»

Nur 31 Einsätze in drei Jahren Bundesliga

Zwar sind die schönen Erinnerungen an Langs erste Zeit in Basel zwischen 2015 und 2018 mit 122 Spielen, 26 Toren, 18 Assists, einem Meistertitel, zwei Cupsiegen und magischen Champions-League-Nächten noch präsent. Doch es gibt auch Zweifel, ob er wieder der Alte werden kann. Denn in zwei Jahren Gladbach und einem Jahr Leihe bei Werder Bremen kam Lang nur auf 31 Einsätze. Die wenigsten davon absolvierte er über die kompletten 90 Minuten. Und sein Treffer im November 2018 gegen Hannover sollte die einzige Torbeteiligung in seiner Zeit im Ausland bleiben. Doch Lang steckte trotz seiner Reservistenrolle nie zurück. «Er hängt sich rein, macht keinen Ärger und ist deshalb voll akzeptiert im Team», schrieb die «Rheinische Post».

Und eines ist auch klar: Lang kommt als erfahrenerer Spieler zurück und kann so der jungen FCB-Defensive helfen. «Mir war wichtig, dass ich in einer Mannschaft eine gewisse Rolle einnehmen und meine Erfahrung ins Team tragen kann», sagt Lang, und auch FCB-Kaderplaner Philipp Kaufmann sagt:

«Er kann insbesondere auch die jüngeren Spieler weiterbringen.»

Nachdem der FCB in den letzten Wochen die Offensive umgebaut hat, scheint jetzt die Defensive dran zu sein. Lang ersetzt rechts den nach Mainz abgewanderten Silvan Widmer und in der Innenverteidigung wird nach Informationen von «Nice-Matin» auch der französische U-Nationalspieler Andy Pelmard zum FCB wechseln.

Nicht mehr auf dem Trainingsplatz stehen dafür Orges Bunjaku und Ricky van Wolfswinkel. Bunjaku wechselte nach Grenoble und auch van Wolfswinkel hat sich bereits von der Mannschaft verabschiedet. Seine Nostalgievertragsverlängerung vor einem Jahr war ein Fehler.