Busnetz

Die Zahlen sprechen für einen Erfolg beim Busnetz

Buslinie 51 könnte ab Dezember 2013 laut asm-Dirketor Fredy Miller von neuen Fahrzeugen oder einer Verdichtung des Fahrplans profitieren

Buslinie 51 könnte ab Dezember 2013 laut asm-Dirketor Fredy Miller von neuen Fahrzeugen oder einer Verdichtung des Fahrplans profitieren

Der Betreiber, die Aare Seeland mobil AG (asm), erklärt sich äusserst zufrieden mit den Frequenzen in Langenthal. Die Interessengemeinschaft Schoren ist nach wie vor unzufrieden.

Seit Dezember 2010 funktioniert das Busnetz in Langenthal ohne grosse Änderungen. Damals gab es zumindest in Schoren nochmals eine einschneidende Änderung mit der Aufhebung der Haltestelle beim Pintli und der Verschiebung der Haltestelle Ochsen. Diese Änderung hat bis diese Woche zu reden gegeben, wurde doch im Stadtrat ein Vorstoss der Jungliberalen diskutiert, der die Aufhebung der Haltestelle Pintli rückgängig machen wollte. Deshalb stellt sich die Frage, wie funktioniert das Busnetz denn nun wirklich?

Zufrieden mit den Frequenzen

Der Betreiber, die Aare Seeland mobil AG (asm), erklärt sich äusserst zufrieden mit den Frequenzen in Langenthal. Der Bus 63, die Paradelinie, konnte mit dem im Dezember 2009 eingeführten Viertelstundentakt, die Zahl der Passagiere beinahe verdoppeln, berichtet asm-Direktor Fredy Miller. «Das ist ein Riesenerfolg.» Der Bus 64, der einen Teil des Quartiers Schoren abdeckt, sei auch auf gutem Weg. Die Zahl der Passagiere stieg von 62 000 im Jahr 2010 auf 98 000 im letzten Jahr an. Die Frequenz habe sich auf allen Teilstücken verbessert.

Fredy Miller betont auch, dass nach den Anpassungen in Schoren keine negativen Kundenreaktionen mehr eingegangen seien. «Es hat sich schwer beruhigt. Das neue Konzept hat sich bewährt. Momentan sehen wir keinen Anlass, etwas zu ändern.»

Die überregionalen Buslinien 51 und 52 laufen laut Miller «stabil und gut». «Wir verzeichnen auch dort leichte Zunahmen.» Mit dem Angebotsbeschluss 2014 bis 2017 könnte auf der Buslinie 51 (Richtung Bützberg) Anpassungen geben, «sei es Gelenkbusse oder eine Verdichtung des Fahrplanes», so Miller. Sein grösseres Anliegen sei aber das Schliessen der Taktlücken mit dem «Bipperlisi» Richtung Aarwangen. «Auf der Zuglinie nach Niederbipp haben wir täglich fünf Taktlücken. Der Halbstundentakt wird dann zum Stundentakt. Das verstehen die Kunden nicht. Das muss geändert werden.»

Änderungen führten nicht zum Erfolg

Bereits mit dem ursprünglich neuen, im Dezember 2009 eingeführten Fahrplan (Angebotsbeschluss 2010 - 2013) regte sich in Schoren der Widerstand. Kurzfristig angesetzte Änderungen führten im Frühsommer 2010 nicht zum gewünschten Erfolg.

Es kam zur Korrektur der Korrekturen, die im Dezember 2010 eingeführt wurden. Die IG Schoren konnte diese nie akzeptieren. Es kam sogar zu einer «Chropfleerete» mit dem Stadtpräsidenten im Restaurant Pintli. Auf diese nimmt Daniel Lauterburg Bezug, wenn er sagt, der Stadtpräsident schulde der IG Schoren noch eine Antwort. Er ist Vorstandsmitglied der Interessengemeinschaft öffentlicher Verkehr Oberaargau (IGöV) und Mitglied der IG Schoren.

Die aktuelle Situation sei klar schlechter, als die Situation vor dem Fahrplanwechsel im Dezember 2009. «Insbesondere für die Berufspendler funktionieren die Bus-Verbindungen zum Bahnhof zu den Zügen Richtung Zürich überhaupt nicht.» Und die anderen, die Richtung Bern Anschluss haben, «müssen bei der Eishalle in den Thunstettenbus einsteigen und durch die ganze Stadt hötterlen». «Die Thunstetter und die Schorener wollen direkt zum Bahnhof und von dort direkt zurück und nicht eine Stadtbesichtigung machen», sagt Lauterburg.

Er hoffe nun auf den Angebotsbeschluss für 14-17. Und noch etwas erhofft er sich: «Dass Stadtpräsident Rufener sein Versprechen wahr macht und die Bevölkerung von Schoren nochmals zu ihren öV-Bedürfnissen befragt.»

Schorener Ast als eine Schwachstelle im Busnetz

Stadtpräsident Thomas Rufener weiss nichts von einem solchen Versprechen. Er bezeichnet den Schorener Ast auch als eine Schwachstelle im Busnetz. «Aber die Entwicklung der gesamten Frequenzen sind sehr erfreulich.» Im kommenden Angebotsbeschluss sei daher keine Änderung im Langenthaler Busnetz absehbar. Eine Möglichkeit tönt er aber noch an, wie die Schwachstelle Schoren gemeistert werden könnte. «Wenn wir auf der Linie 64 auch einen Viertelstundentakt hätten.»

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