FDP-Gemeinderat Rolf Baer, Präsident der Kommission für öffentliche Sicherheit, verwies bei seiner Ansprache darauf, dass Langenthal - wie Bern, Thun und Biel - über eine Sonderstützpunktfeuerwehr verfüge. Der alte Name Stützpunktfeuerwehr sei abgeschafft worden. «Die Cheibe wärde immer grösser», sagte er beim Anblick des neuen Fahrzeuges beeindruckt.

Er verwies auf die «immer wichtiger werdende» Chemiewehr und gab der Hoffnung Ausdruck, dass heute Mittwoch der Gemeinderat und im Februar der Stadtrat den Kredit von 685 000 Franken für die geplante Einstellhalle beim Feuerwehrmagazin genehmigen werden: «Unsere Doktrin ist, alles am gleichen Platz zu haben.»

Fritz Spichiger lobte als Chef der Arbeitsgruppe die gute Zusammenarbeit mit der Tony Brändle AG in Wil, die das 18 Tonnen schwere Scania-Fahrzeug mit 400 PS «so baute, wie wir uns das vorgestellt haben». Für den Anhänger sei mit der Fankhauser Fahrzeugbau in Rohrbach eine regionale Firma zum Zug gekommen.

Peter Frick, Leiter Feuerwehren Kanton Bern, verwies in seiner Rede darauf, dass das neue Fahrzeug nicht der Sonderstützpunktfeuerwehr Langenthal gehöre und auch die Langenthaler Steuerzahler nicht belaste. Es sei ein kantonales Fahrzeug und werde von der Volkswirtschaftsdirektion bezahlt. Die Langenthaler seien aber dafür verantwortlich.

Am Tag der Fahrzeug-Übernahme hatten alle 16 Chauffeure, die fürs Lenken des 7,9 Meter langen, 3,6 Meter hohen und 2,5 Meter breiten Autos vorgesehen sind, eine «Ehrenrunde» um das Feuerwehrmagazin gefahren. «Man muss den Kopf unheimlich bei der Sache haben. Da fühlt man sich wie ein Flugzeugpilot im Cockpit», fasste Paul Christen den ersten Eindruck zusammen.

Hans-Peter Hauswirth, Chef Ausbildung, schätzt die vom Kanton zu tragenden Kosten für das neue Fahrzeug für Öl-Einsätze und ABC-Ereignisse (A für radiologisch, B für biologisch und C für chemisch) auf 750 000 Franken.

In der Kabine befindet sich ein kleines Büro mit allen nötigen Unterlagen inklusive Laptop. Im Aufbau findet sich Platz für Vollschutz-Chemikalienanzüge sowie alle nötigen Geräte. Im Anhänger wird eine Dekontaminationsstelle, Ölsperren für Gewässer und grösseres Material mitgeführt.