Sie heissen Fridolin «Fritz» Menzi, Dori Grossniklaus, Hans Meyer und Tabea Zeller. Dieses Langenthaler Quartett wird am 2. August im Kanton Uri mit Ersatz-Spieler Matthias Blaser die grosse Aufgabe haben, den Donnschtig-Jass der darauffolgenden Woche auf den neuen Langenthaler Wuhrplatz statt den alten Huttwiler Brunnenplatz ins Bernbiet zu holen. Die Blumenstädter bestimmen ihre Delegation am 31. Mai.

Ein Einheimischer, welcher den Donnschtig-Jass aus eigener Erfahrung kennt, ist Urs Schmitz. Der 58-jährige Wagner und Moster war an der Langete vor zehn Jahren Jasskönig. In Flums SG flog Langenthal dann jedoch gegen Lauperswil raus: «Mit so wenigen Punkten schied im Sommer 2002 niemand anderes aus. Doch die Emmentaler waren leider noch eine Spur besser als wir», blickte Schmitz gestern mit einem Schmunzeln zurück. «Lustigerweise waren das sogar zwei befreundete Jasser.»

Neuerliche Qualifikation verpasst

Urs Schmitz ist nämlich nicht irgend ein Spieler. Zusammen mit dem damaligen Jass-Partner Gabriel Käser war er Jass-Leiter einer Differenzler-Sektion in Oberönz und nahm so auch an den Schweizermeisterschaften teil. «Die Erfahrung zählt bei diesem Spiel viel», rät er den vier diesjährigen Langenthaler Vertretern zu üben.

Doch allein damit müsse man noch nicht gewinnen: «Es braucht auch das nötige Quäntchen Glück.» Am Dienstagabend habe er dies am eigenen Leib erfahren. Urs Schmitz hat die neuerliche Qualifikation für die Jass-Sendung nämlich verpasst: «In drei Runden musste ich 63 Punkte fressen.» Am Ende wies seine rosa Karte entsprechende 125 Punkte auf. «Dafür zündete mich heute mancher Kollege auf der Strasse an», ergänzte Schmitz im Gespräch in seiner Werkstatt.

Während dem Donnschtig-Jass in den Ferien

Gabriel Käser dagegen verzichtete diesmal auf die Teilnahme am Ausscheidungsturnier. Im August, wenn der Donnschtig-Jass auf dem Programm steht, wird er nämlich weitab des Urnerlands in den Ferien weilen. Und: «Seit etwa drei Jahren Jasse ich nur noch selten.» Auf einmal sei ihm die Lust vergangen: «Spielt man seltener, fehlt sofort die Routine, und man kann sich nicht mehr so gut konzentrieren», erzählte Käser gestern auf dem Heimweg aus den Schwümmen.

Die Teilnahme am Donnschtig-Jass hat der Langenthaler jedoch in bester Erinnerung: «Wir wurden von den Jass-Leitern empfangen, erhielten den Ablauf der Sendung erklärt und wurden dann in der Maske noch etwas ‹zwäggmacht›.» Nervös sei er nicht gewesen. «Wer einmal im Leben so etwas mitmacht, vergisst dies nie», bilanzierte Gabriel Käser. «Und natürlich drücke ich dem neuen Langenthaler Quartett jetzt Daumen.»

Urs Schmitz dagegen versuchte am Dienstag im «Bären» nicht nur sein Glück. Er half mit seinem Wissen auch beim Vorbereiten des Anlass. «Und ich habe meine Schwiegersöhne trainiert.» Fast hätte es hierbei gereicht: «Einer schaffte es immerhin auf den guten zweiten Ersatzplatz.»

Ganze Schweiz schaut in Karten

Nervös sei in Flums übrigens auch er nicht gewesen. «Klar ist es peinlich, wenn man einen Fehler macht und einem die ganze Schweiz in die Karten guckt.» Am schwierigsten hat Schmitz jedoch den Live-Kommentar zum Filmporträt über sich in Erinnerung: «Wie die Zuschauer sah ich den Zusammenschnitt meiner Aufnahmen ebenfalls live zum ersten Mal.»