Baselbieter Wahlen
5 von 8 Regierungs-Kandidaten verzichten auf Gratis-Werbung

Nur Regula Nebiker, Daniel Münger (beide SP) und Matthias Imhof (BDP) machten vom Angebot der bz Gebrauch, online ein Wahlvideo zu platzieren.

Hans-Martin Jermann
Merken
Drucken
Teilen
In der Kantonsbibliothek in Liestal hörten unzählige Wählerinnen und Wähler gebannt den Voten der acht Regierungskandidaten zu.

In der Kantonsbibliothek in Liestal hörten unzählige Wählerinnen und Wähler gebannt den Voten der acht Regierungskandidaten zu.

Martin Toengi

Sie, liebe Wählerinnen und Wähler, sollten die Kandidierenden der Regierungswahlen vom 8. Februar nicht «nur» in der Zeitung lesen, sondern in bewegten Bildern sehen können, wie diese gestikulieren und sich vor der Kamera artikulieren. Die bz bot deshalb allen acht offiziellen und von den Parteien portierten Regierungskandierenden die Möglichkeit, sich in einem kurzen Wahlvideo zu präsentieren.

Die Kandidierenden konnten den Inhalt frei bestimmen, die bz hat ihnen bloss formale, nicht aber inhaltliche Vorgaben gemacht. Trotz dieses Angebots, auf der Website der bz quasi Wahlwerbung gratis zu platzieren, sind die Rückmeldungen sehr bescheiden geblieben.

Die vier amtierenden und wieder antretenden Regierungsräte Anton Lauber (CVP), Sabine Pegoraro (FDP), Thomas Weber (SVP) und Isaac Reber (Grüne) verzichteten in corpore auf einen solchen Auftritt. Auch die neue Kandidatin Monica Gschwind (FDP), die doch eigentlich um jede Form von öffentlicher Aufmerksamkeit froh sein sollte, wollte trotz anfänglicher Neugier nichts von einem Video in eigener Sache wissen.

Mutiger zeigten sich die drei anderen Herausforderer Regula Nebiker, Daniel Münger (beide SP) und Matthias Imhof (BDP): Sie schickten der bz fristgerecht einen Clip mit einer Länge von rund einer Minute (Nebiker und Münger) respektive etwas über 30 Sekunden (Imhof).

SP-Kandidatin Nebiker blickt von der Giebenacher Höhe in die Zukunft des Baselbiet. «Die Stärke unseres Kantons liegt in seiner Wandlungsfähigkeit und Innovationskraft.» Diese will sie in die Kantonsregierung bringen - «für ein zukunftsorientiertes, weltoffenes und selbstbewusstes Baselbiet.»

Münger zitiert vor dem Regierungsgebäude in Liestal stehend Marc Aurel: «Das Glück im Leben hängt von den Gedanken ab, die man hat.»

Imhof sieht man in einer Bildercollage unter anderem zuhause und mit Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, während er sich selber im Off als «lösungsorientierten Sachpolitiker» preist.

Doch sehen Sie selbst, wie sich die drei Kandidaten vor der Kamera für die Wahlen vom 8. Februar empfehlen.