«Inzane»
Elf talentierte Tänzer auf dem Weg ins Halbfinale

Die Dance Company von Christa Rytz ist in der Sendung «Die grössten Schweizer Talente» auf Erfolgskurs. Nun fällt heute Abend die Entscheidung: Schaffen sies sogar ins Halbfinale?

Brigitte Meier
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Solothurner Zeitung

In der letzten Casting-Sendung des Schweizer Fernsehens von heute Samstagabend fällt die grosse Entscheidung: Wer schafft es in die drei Halbfinals von «Die grössten Schweizer Talente»? Wer kann sein Talent live auf der grossen Bühne der Bodensee-Arena zeigen? Sehr gute Chancen, als eine der 24 Kandidaten die Live-Show in Kreuzlingen zu erreichen, hat «Inzane». Das ist die Langenthaler Dance Company von Christa Rytz.

«Inzane», das ist Power und Spass, Energie und Dynamik. Diese junge, motivierte Tanzgruppe mit einem Durchschnittsalter von gerade mal 23 Jahren ist, wie es der Name sagt, ziemlich verrückt. «Insane» steht im Englischen für verrückt. In der Talent-Show begeisterte die Langenthaler Dance Company mit einem ausstrahlungsstarken, synchronen und abwechslungsreichen Auftritt.

Die Kleider geben zu reden

«Wir sind als Einzige von vielen guten Tanzgruppen weitergekommen», sagt eine aufgestellte Christa Rytz. Ihr schwarzer Kater schnurrt zufrieden, während sie Chai-Tee zubereitet. Am Tisch sitzt Tänzer und Co-Trainer Guy Mäder, mit dem sie die zweiminütige «Inzane»-Show choreografierte. «Zuerst wählen wir jeweils die Musik aus. Für eine solche ‹Uptempo-Choreografie› eignen sich temporeiche Songs mit pulsierendem Rhythmus. Die Bewegungen müssen kraftvoll und gross sein», erklärt der 25-Jährige. «Viel zu diskutieren gibt jeweils das Outfit. Am Schluss treffe ich die Entscheidung», sagt Rytz und lacht. Das knallige, grünweisse Tenü ist gut angekommen und zeigte den gewünschten Effekt vor dem roten Hintergrund im TV-Studio. «Wir übermitteln Emotionen und wollen begeistern. Wenn wir weiterkommen, bringen wir eine neue Show», erklärt sie voller Elan. Im Dance Center Stauffer wird deshalb schon fleissig für das Halbfinale trainiert. Die Tänzerinnen und Tänzer kommen mehrheitlich aus der Region Oberaargau, aber auch Bern, Aargau, Zürich und Solothurn sind vertreten. «Unser Tanzstil ist eine Mischung aus Hip-Hop und ‹Streetdance›, kombiniert mit viel Komik, Akrobatik und Charme», erklärt die Tanzlehrerin.

Kurze Rückblende: Rytz erzählt vom TV-Casting im Zürcher Theater 11: «Dass wir ein aufgestellter Haufen und ein bisschen verrückt sind, zeigte sich schon bei der Zugfahrt nach Zürich. Während einige noch Knöpfe ans Kostüm nähten, machten sich die anderen gegenseitig Frisuren. Um neun Uhr morgens mussten wir dort sein, kamen jedoch erst im Verlauf des Nachmittags an die Reihe.» Ein einziges Gedränge und Gelächter. Und der Mix der verschiedenen Kandidaten sei spannend gewesen. Dort stand ein Ländlertrio, in der anderen Ecke ein kostümiertes «Huhn» und Aufregung und Nervosität steigerten sich von Stunde zu Stunde. Irgendwo sei ein Reporterteam von «Glanz&Gloria» durch den Raum geschwirrt oder ein Fotograf habe Momentaufnahmen fürs Fernsehen geschossen. Verkürzt wurde die Wartezeit mit Aufwärmen.

«Kaum standen wir auf der Bühne, ging das Geschrei im Publikum los und unsere Fans hielten Poster und Plakate in die Höhe. Das nimmt man bewusst war, und wir fühlten uns getragen durch diesen Support», sagt die Choreografin. Und die Marienkäfer aus Schokolade, die jemand vor dem Auftritt verteilte, brachten den elf aufgestellten Tänzern Glück. «Einerseits freut man sich auf die Show, andererseits wird man extrem kribbelig und nervös, sobald man auf dem Set steht. Alles in allem ein explosives Gemisch», gesteht der freischaffende Tänzer, der für diverse Agenturen im In- und Ausland tanzt. So ist er bei den Miss-Schweiz-Wahlen oder den «Friends» im «Benissimo» zu sehen. Er begann, als Zwölfjähriger zu tanzen. Sein Tanzstil ist geprägt von seiner langjährigen Kunstturnkarriere. «Der Erfolg von ‹Inzane› wirkt sich auch auf die Tanzschüler aus. Sie möchten Zusatztrainings und neue Sachen üben», sagt der Tanzlehrer und fügt an: «Gerade akrobatische Einlagen erfordern Mut, und es ist gut, wenn das früh trainiert wird.»

Die vielen Reaktionen motivieren

Rytz zeigt sich beeindruckt von den vielen Reaktionen; seien es Telefonanrufe, Gästebuch- und Facebook-Einträge. «Diese Resonanz motiviert die ganze Gruppe und ist ein toller Werbeeffekt für ‹Inzane› und das Langenthaler Dance Center.» Bereits sind sie und Guy Mäder am Vorbereiten für «Masters on stage». Der nationale «Streetdance»/Hip-Hop-Wettbewerb wird am 4. Juni bereits zum vierten Mal im Stadttheater Langenthal durchgeführt.

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