Kanton Zürich
Gesundheitsdirektion kann kaum zum Sparen beitragen

Die Gesundheitsdirektion (GD) des Kantons Zürich kann zur Erfüllung des parlamentarischen Sparauftrags kaum etwas beitragen, will sie die Gesundheitsversorgung im Kanton nicht gefährden. Den nötigen Handlungsspielraum gibt es nicht.

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Zürcher Gesundheitsdirektion: Es gibt kaum Spielraum für Einsparungen. (Symbolbild)

Zürcher Gesundheitsdirektion: Es gibt kaum Spielraum für Einsparungen. (Symbolbild)

Keystone

Der allergrösste Anteil (79 Prozent) der Aufwendungen betrifft die Spitalfinanzierung. Dafür sind im GD-Budget 1,435 Milliarden Franken eingesetzt. 90 Prozent davon sind laut Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger (FDP) gebundene Ausgaben. Hier gebe es also keinen Spielraum für Einsparungen.

Ebensowenig wie bei den Mitteln für Prämienverbilligungen. Sie machen mit 320 Millionen Franken 18 Prozent des GD-Budgets aus. Auch dabei handelt es sich um gebundene Ausgaben.

Bleiben noch zwei Prozent (37 Millionen Franken) für Aufgaben wie das kantonale Labor, das Veterinäramt und dergleichen sowie ein Prozent (26 Millionen Franken) für Verwaltung und Ethikkommission. Einzig bei diesen beiden kleinen Posten gäbe es noch einen kleinen Handlungsspielraum, so Heiniger.

Sparen bei Subventionen

Ein wenig Sparen könnte man auch bei den Subventionen. Die Folgen wären aber etwa die Schliessung der ambulanten psychiatrischen Dienste - was zu Lasten der deutlich teureren stationären Angebote ginge -, die Aufhebung des Krebsregisters oder Abstriche bei der Ärzteausbildung.

Würde man andererseits die Tarife drastisch reduzieren, würde man damit "alle Spitäler in den Ruin treiben", so Heiniger. Auch dies wäre also keine Lösung.