Wirtschaft

«Alle Märkte und Kundensegmente gleichzeitig getroffen»: Schweizer Textilbranche in der Krise

Die Schweizer Textilindustrie wurde von der Coronakrise hart getroffen.

Die Schweizer Textilindustrie wurde von der Coronakrise hart getroffen.

Für die Textil-Branche ist die Coronakrise mehr als eine Wirtschaftsflaute. Gleiche mehrere Betriebe mussten schliessen oder Personal entlassen. Mit ein Grund: Zu den wichtigsten Absatzmärkten der Branche gehören China und Italien.

(wap) Der Präsident vom Branchenverband Swiss Textiles Peter Flückiger nahm am Dienstag gegenüber dem Radiosender SRF 1 Stellung zur Schliessung der Glarner Traditionsbetriebe Jenny Fabrics AG und Mitlödi Textildruck und den Stellenabbau bei der Berner Leinenweberei. Die Branche sei von der Coronakrise viel stärker betroffen als andere Branchen, so Flückiger. Mit China und Italien seien zwei der drei weltweit wichtigsten Märkte hart getroffen worden.

Zum anderen habe es der Charakter der Pandemie verunmöglicht, mit Diversifizierung zu reagieren: «Alle Märkte und Kundensegmente wurden gleichzeitig getroffen», so Flückiger. So seien die Aufträge nicht nur in der Kleiderindustrie eingebrochen, sondern auch bei der Automobilindustrie, den Airlines sowie der Gastronomie und Hotellerie. Hoffnung sieht Flückiger bei der Medizinaltechnologie, wo die Schweizer Textilbranche ebenfalls aktiv ist. «Wir produzieren Medizintextilien, Implantante, künstliche Sehnen und Bänder und arbeiten sogar an einem künstlichen Textilherz», so Flückiger gegenüber SRF.

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