Wirtschaft

Auch nach Aufhebung des Lockdowns sind die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt getrübt

Der Beschäftigungsindikator des Gastgewerbes hat den tiefsten Wert erreicht.

Der Beschäftigungsindikator des Gastgewerbes hat den tiefsten Wert erreicht.

Auf dem Arbeitsmarkt gibt es im dritten Quartal eine leichte Erholung, dennoch bleibt der Beschäftigungsindikator insgesamt negativ. Insbesondere die Gastrobranche leidet nach wie vor.

(agl) Nachdem viele Unternehmen im zweiten Quartal die stärksten Auswirkungen der Coronakrise spürten, zeichnet sich für Juli bis September vielerorts eine leichte Erholung ab. Dies gilt auch für den Arbeitsmarkt. Am Montag veröffentlichte die ETH-Konjunkturforschungsstelle KOF den Beschäftigungsindikator, der mit -12,9 Punkten deutlich höher liegt als im zweiten Quartal mit rund -20 Punkten.

«Trotzdem ist es für eine Entwarnung noch zu früh», schreibt die KOF. Denn der aktuelle Wert ist im langjährigen Vergleich immer noch sehr tief. Die Unternehmen, welche die Entwicklungen positiv einschätzen, sind gegenüber denjenigen, die einen Beschäftigungsabbau planen, deutlich in der Minderheit. Während sich gemäss der KOF die Indikatoren für das Baugewerbe und den Detailhandel zwar merklich erholt hätten, befindet sich derjenige des Gastgewerbes mit -40 Punkten nach wie vor auf einem Rekordtief. Auch im verarbeitenden Gewerbe habe sich die Situation nicht verbessert.

«Die Umfrageresultate legen nahe, dass sich die Coronakrise auch in den nächsten Monaten deutlich negativ auf den Arbeitsmarkt auswirken wird», lautet das Fazit der KOF. Der Beschäftigungsindikator basiert auf der vierteljährlichen Konjunkturumfrage der Forschungsstelle. Im Juli wurden dazu 4500 Schweizer Unternehmen zu ihren Beschäftigungsplänen und Erwartungen befragt.

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