Wirtschaft

BKW-Chefin: «Wir werden Reservekraftwerke bauen müssen»

Die Schweiz sei für die kommenden Jahre nicht für eine Strommangellage gerüstet, sagt BKW-Chefin Suzanne Thoma.

Die Schweiz sei für die kommenden Jahre nicht für eine Strommangellage gerüstet, sagt BKW-Chefin Suzanne Thoma.

Auch ein massiver Zubau an Fotovoltaik-Anlagen würde nicht reichen, um die Stromversorgung im Winter zu sichern, sagt BKW-Chefin Suzanne Thoma. Dazu brauche es Reservekraftwerke.

(agl) Schon den Atomstrom zu ersetzen, sei eine Herausforderung, sagt Thoma im Interview mit dem «Tagesanzeiger» vom Mittwoch. Ob es für die Schweiz möglich sei, dazu auch noch die Versorgungssicherheit im Winter zu verbessern, ist für die Energiekonzern-Chefin fraglich. «Auch ein massiver Zubau von Fotovoltaik könnte dann nur einen geringfügigen Beitrag an die Versorgungssicherheit leisten», sagt sie.

Würden die Strom-Importe unterbrochen, könne sich die Schweiz im März noch für etwa 20 Tage mit eigener Produktion versorgen, so Thoma. Unter normalen Wetterbedingungen falle dieser Wert ohne Kernkraft auf sieben Tage, was sehr knapp sei. «Da werden wir Reservekraftwerke bauen müssen», sagt Thoma.

Für eine Strommangellage sei die Schweiz nicht gerüstet, wie Thoma gegenüber dem «Tagesanzeiger» sagt. «Jedenfalls nicht für die kommenden Jahre, wenn Kernkraftwerke ans Ende ihrer Lebensdauer kommen und die Stromnachfrage durch die Elektromobilität weiter ansteigt.» Die vorgesehene Speicherreserve sei zwar ein guter Schritt, dürfe alleine aber kaum ausreichen.

Meistgesehen

Artboard 1