Energie

BKW streicht wegen Kostendrucks rund 200 weitere Stellen

Der Energiekonzern BKW streicht erneut Stellen (Archiv)

Der Energiekonzern BKW streicht erneut Stellen (Archiv)

Der Berner Energiekonzern BKW baut weitere rund 200 Stellen ab, nachdem er schon im Oktober bekanntgegeben hatte, im Netzgeschäft 55 Stellen zu streichen. Mit den Massnahmen will das Unternehmen 15 Prozent seiner beeinflussbaren Kosten senken.

Diese Kostensenkung um etwa 95 Mio. Franken sei nötig, um in einem veränderten Marktumfeld die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens sicherzustellen. Das schreibt die BKW in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Mit einem veränderten Marktumfeld meint die BKW laut ihrem Sprecher Antonio Sommavilla anspruchsvolle energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen als Folge tieferer Energiepreise, eines immer schärferen regulatorischen Umfelds, der rückläufigen Entwicklung an den Aktienmärkten und des tiefen Euro-Kurses.

Einen Einfluss hätten auch die Ereignisse von Fukushima gehabt sowie der Entscheid des Bundes, langfristig aus der Atomenergie auszusteigen.

Den Stellenabbau will die BKW mit dem Nichtbesetzen von Vakanzen, über die natürliche Fluktuation, aber auch über Entlassungen bewerkstelligen. Wie viele Entlassungen nötig seien, werde erst Ende Januar feststehen, sagte Sommavilla auf Anfrage. Derzeit sei erst der Massnahmenplan beschlossen.

Nun müssten diese Pläne weiter konkretisiert werden. Die BKW beschäftigt - Tochtergesellschaften inklusive - derzeit etwa 2800 Personen. Etwa 250 Stellen werden nun also abgebaut.

Mühleberg nicht betroffen - Personal einbezogen

Der neue Stellenabbau betrifft alle Bereiche des Unternehmens, auch die Tochtergesellschaften, nicht aber das Personal des Kernkraftwerks Mühleberg. Die Massnahmen werden ab Februar 2012 und grösstenteils im kommenden Jahr umgesetzt.

Die Personalkommission der BKW hat laut Sommavilla bei der Erarbeitung des Massnahmenpakets mitgearbeitet. Dieses sei vergleichbar mit einem Sozialplan und enthalte Massnahmen zur Unterstützung der betroffenen Mitarbeiter. "Der Abbau wird sozialverträglich gestaltet". Die Gewerkschaften würden informiert.

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