Im Kanton Zug, der sich als "Crypto Valley" als Standort für Blockchain-Unternehmen positioniert, sei die Zahl der Neueintragungen um knapp ein Fünftel (19,8 Prozent) angestiegen, schreibt die auf Online-Gründungen spezialisierte Plattform Startups.ch in einer Mitteilung vom Mittwoch. Damit kommen 5,1 Prozent aller neu gegründeten Firmen in der Schweiz aus Zug.

Auch im Wallis, Aargau und in Zürich wuchs die Zahl der Jungunternehmen zwischen 5,7 und 10,3 Prozent. Viele der dortigen Firmengründungen erfolgten laut Startups.ch im Bereich der Tabakersatzstoffe. Über Startups.ch seien pro Woche zwei bis drei Firmen im Bereich legaler Hanfprodukte gegründet worden, heisst es in der Mitteilung.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hatte mit einem Merkblatt rechtliche Bedenken der Vertreiber und Produzenten zu Produkten mit nicht berauschendem Cannabidiol (CBD) aus dem Weg geräumt. Seit im August 2016 das erste entsprechende Produkt auf den Markt kam, sind zahlreiche Kioske und auch Grossverteiler in das Geschäft eingestiegen.

Unter den gründungsstarken Kantonen habe einzig das Tessin mit einem Minus von 7,5 Prozent einen starken Rückgang verzeichnet, schreibt Startups.ch. Mit dem automatischen Informationsaustausch mit Italien profitiere das Tessin nicht länger von ungünstigen Steuerkonstrukten der Italiener. Auch die lokalen Treuhandunternehmen hätten dadurch immer weniger Kunden.

Bei den üblicherweise gründungsschwachen Kantonen wurden noch weniger neue Unternehmen ins Leben gerufen als im Vorjahr schon. In Obwalden betrug das Minus 15,1 Prozent, in Nidwalden 14,1 Prozent und in Glarus 10,9 Prozent. Die Gründungen in diesen Kantonen machen nur jeweils zwischen 0,3 und 0,6 Prozent aller Neueintragungen in der Schweiz aus.