Kleiderbranche

Brief an Mitarbeiter: OVS spricht von Massenentlassung

OVS steckt in der Schweiz in Schwierigkeiten.

OVS steckt in der Schweiz in Schwierigkeiten.

Die Sempione Fashion AG eröffnet das Konsultationsverfahren. Die Schweizer OVS-Mitarbeiter haben per Brief erfahren, dass das Unternehmen eine Massenentlassung in Betracht zieht.

Der italienische Modekonzern OVS übernahm Charles Vögele 2016 und machte daraus die Sempione Fashion AG. Dieser ist nun das Geld ausgegangen. Aufgrund der Umstände sei es unumgänglich, "eine Massenentlassung in Betracht zu ziehen", heisst es in einem Schreiben an die Mitarbeiter, das "20 Minuten" am Dienstag öffentlich machte. Sempione ruft seine Mitarbeiter dazu auf, Vorschläge einzureichen, wie Kündigungen vermieden oder deren Zahl eingeschränkt werden können. 

Das Unternehmen beschäftigt über 1100 Angestellte. Es befindet sich nun in Nachlassstundung. Ziel sei es, "einen Konkurs und damit die sofortige Einstellung des Betriebs zu verhindern". Geplant ist ein Liquidationsverkauf der Waren. Ausserdem will man mit anderen Unternehmen über den Verkauf eines Teils der Filialen verhandeln. Offenbar hat das Mutterhaus OVS Interesse an rund 30 bis 40 der rund 140 Filialen in der Schweiz, wie die "Nordwestschweiz" jüngst berichtete. (mwa)

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