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Calida erzielt im ersten Halbjahr deutlich mehr Gewinn

Das erste Halbjahr ist für die Calida-Gruppe erfreulich verlaufen (Archiv)

Das erste Halbjahr ist für die Calida-Gruppe erfreulich verlaufen (Archiv)

Trotz rückläufigem Umsatz hat die Calida-Gruppe den Reingewinn im ersten Halbjahr beinahe verdoppelt. Unter dem Strich verdiente der Luzerner Unterwäschehersteller 8,7 Mio. Fr. und damit 85,1 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der operative Gewinn (EBIT) stieg um 22,7 Prozent auf 9,2 Mio. Franken, wie Calida am Freitag mitteilte. Dies, obschon der Umsatz mit 94,6 Mio. Fr. 2,7 Prozent unter dem Vorjahr lag. Die Bruttomarge stieg von 56,8 auf 58,4 Prozent an.

Der Umsatzrückgang sei vor allem auf den tiefen Kurs des Euro zurückzuführen, heisst es in der Mitteilung. Die Gruppe erzielt einen Grossteil ihres Umsatzes im Euroraum, die Schweiz macht knapp 30 Prozent aus. Weil allerdings auch die meisten Produktionskosten in Dollar, Euro oder an eng daran gekoppelte Währungen anfallen, konnten die Einbussen durch Einsparungen bei der Produktion kompensiert und negative Auswirkungen durch die Währungsentwicklung vermieden werden.

Aubade läuft gut

Gut lief das Geschäft mit der Marke Aubade, deren Beitrag zum Betriebsgewinn von knapp 1 Mio. Fr. auf 6,4 Mio. Fr. kletterte. Calida hatte den französischen Luxuslingerie-Hersteller 2005 übernommen. Die Marke Calida erzielt mit 62 Mio. Fr. aber immer noch den Löwenanteil des Konzernumsatzes. Das Umsatzwachstum in Lokalwährungen bei beiden Marken wurde vornehmlich mit eigenen Läden erzielt.

An der Börse reagierten die Calida-Aktien am Freitag mit Kursgewinnen auf die Halbjahreszahlen. Der Aktienkurs stieg bis 10 Uhr um 4,3 Prozent gegenüber dem Vortag. Der Swiss Performance Index (SPI) notierte 1,2 Prozent tiefer.

Für das Gesamtjahr 2011 ist Calida optimistisch. Aufgrund des leicht über dem Vorjahr liegenden Orderbuchs sei der Ausblick positiv, teilte das Unternehmen mit. Im Rahmen der Internationalisierungsstrategie plant Calida im zweiten Semester die Eröffnung von sieben neuen Läden in Europa.

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