Coronavirus - Coiffeure

Coiffeur-Verband freut sich über Wiedereröffnung der Geschäfte

Die Lausanner Coiffeuse Sonia Cottini an der Arbeit: Die Gesichtsmasken seien störend, aber sie werde sich daran gewöhnen müssen, sagt sie.

Die Lausanner Coiffeuse Sonia Cottini an der Arbeit: Die Gesichtsmasken seien störend, aber sie werde sich daran gewöhnen müssen, sagt sie.

Der Verband Coiffuresuisse ist mit der Wiederaufnahme der Arbeit nach sechswöchiger Zwangspause wegen des Coronavirus sehr zufrieden. Er fordert allerdings die Geschäfte auf, die Hygienevorschriften strikte einzuhalten. Die Kantone sollen dies auch kontrollieren.

"Die Wiederaufnahme sei gut verlaufen", sagte Damien Ojetti, Präsident von Coiffuresuisse, am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Der Branchenverband äusserte sich erfreut darüber, dass die rund 12'000 Coiffeursalons in der Schweiz endlich wieder Geschäfte machen könnten. Mehrere Millionen Franken Umsatz seien generiert worden.

Allerdings scheine es, dass insbesondere gewisse Barbiere auf Gesichtsmasken verzichtet und auch ihre bärtige Kundschaft nicht geschützt hätten, sagte Ojetti. Deshalb sein Aufruf an die Coiffeurläden, die Hygienevorschriften strikte zu befolgen.

Die grosse Mehrheit der Coiffeursalons habe aber das Spiel mitgespielt und trotz gewisser Nachteile die vorgeschriebenen Schutzmassnahmen eingehalten. Unabhängig davon habe sowohl bei der Kundschaft wie auch bei den Coiffeuren wegen der Wiedereröffnung der Läden eine festliche Stimmung geherrscht.

Tatsächlich sei das Tragen der Schutzmasken während des Haareschneidens unangenehm, sagt die Lausanner Coiffeuse Sonia Cottini. "Es wird heiss darunter, das ist die Hölle", sagt sie. Zudem schränke die Maske das Gesichtsfeld ein und die Bänder irritierten hinter den Ohren. "Aber wir werden uns daran gewöhnen müssen", sagt sie.

Immerhin kann ein zufällig vorbeikommender Briefträger der Post dem Maskentragen auch etwas Positives abgewinnen: "Es wird künftig weniger geredet beim Coiffeur", sagt er schmunzelnd.

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