«Gadget Gab»

Coop-PR-Artikel: «20 Minuten» reagiert auf die Kritik des Presserats

Die «20 Minuten»-Herausgeberin Tame- dia bestätigt, dass es sich beim Format «Gadget Gab» um eine Kooperation mit Microspot handelt.

Die «20 Minuten»-Herausgeberin Tame- dia bestätigt, dass es sich beim Format «Gadget Gab» um eine Kooperation mit Microspot handelt.

Eine Schnarchmaske und ein Wasserfilter: Zu diesen beiden Produkten publizierte die Pendlerzeitung «20 Minuten» diese Woche auf einer Seite zwei Testberichte unter dem Titel «Gadget Gab testet».

Negative Aspekte werden in den Artikeln, die im üblichen «20 Minuten»-Layout präsentiert werden, nicht erwähnt. Dafür gibt es einen Hinweis, wo man die Geräte kaufen kann: «Jetzt erhältlich auf Microspot.ch!» Der Online-Shop von Coop hat die Produkte für die Tests zur Verfügung gestellt, wie es in einer Fussnote heisst. Gleich unter den beiden vermeintlich redaktionellen Beiträgen steht eine als «Anzeige» deklarierte Werbung für eine Schnarchmaske und einen Wasserfilter. Von Microspot.

Ursina Wey, Geschäftsführerin des Schweizer Presserats, kritisiert auf Anfrage die Publikation. Man müsse davon ausgehen, dass es sich «um eine für die Leserschaft völlig ungenügend deklarierte Kooperation zwischen ‹20 Minuten› und Microspot handelt.» Die Artikel müssten als Werbung gekennzeichnet sein.

Die «20 Minuten»-Herausgeberin Tame- dia bestätigt, dass es sich beim Format «Gadget Gab» um eine Kooperation mit Microspot handelt. Die Inhalte würden von einem Team der Tamedia-Werbeabteilung erstellt, wobei «Gadget Gab» ein freier Mitarbeiter sei und Produkte von Microspot auf 20min.ch «durchaus auch kritisch» bewerte. Man nehme die Kritik des Presserates aber ernst und werde die Deklarierung in der Printausgabe künftig anpassen, um mehr Transparenz zu schaffen. 

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