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CS verteidigt hohe Bonus-Zahlungen

Generalsversammlung der Credit Suisse im Hallenstadion

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Der Vorsitzende des CS-Vergütungsausschusses im Verwaltungsrat, Aziz Syriani, hat vor den Akionären der Grossbank die umstrittenen Managerboni verteidigt. Die CS sei die erste Bank weltweit gewesen, die sich an die Richtlinien der G-20 betreffend Vergütung gehalten habe.

Die CS habe mit dem neuen Vergütungsmodell vom Oktober 2009 Teile der bisher als Bonus ausbezahlten Vergütungsbestandteile in den Fixlohn überführt. Der Anteil gestaffelt ausbezahlter Boni sei grösser geworden. Im Schnitt betrage das Verhältnis von fixem zu variablem Lohn 40 zu 60, sagte Syriani gemäss Redetext.

Mit dem neuen Vergütungsmodell APP (Adjustable Performance Plan), der aus Bar-Auszahlungen besteht, könnten Zahlungen bei schlechter Leistung einbehalten oder gestrichen werden, während der aktienbasierte Bonusplan SISU (Scaled Incentive Share Units) auf vier Jahre angelegt sei und an den Unternehmenserfolg sowie die Eigenkapitalrendite gekoppelt sei.

Aktionäre haben vor allem den SISU bereits kritisiert, da sie je nach künftigem Geschäftsgang der CS weiter zu exorbitanten Löhnen führen könnten.


Obwohl der Langfrist-Bonusplan PIP (Performance Incentive Plan) für das Jahr 2004 - der CS-Chef Brady Dougan dieses Jahr einen Sonderbonus von 71 Mio. Fr. beschert hatte - nicht zum Vergütungsbericht 2009 gehört, verteidigte Syriani das umstrittene Modell. Sieben von acht vergleichbaren Grossbanken hätten mit dem gleichen Modell dieses Jahr keine Boni auszahlen können.

Laut Konzernchef Dougan soll das Lohnsystem die Interessen von Aktionären, Regulatoren, Politik und Öffentlichkeit sie gut wie möglich ins Gleichgewicht bringen. «Die Meinung jedes einzelnen Aktionärs zählt, und deshalb ist es für uns auch sehr wichtig, wie Sie heute abstimmen», sagte er mit Blick auf die Traktanden, darunter das Votum zum umstrittenen Vergütungsbericht.

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