15256 Schweizer Kinder können nicht irren: Das sagte sich der Spielwarenverband Schweiz und liess zum vierten Mal die Kids selber testen. In Einkaufszentren, im Internet und in Tagesstätten haben die «Fachleute» in den letzten Wochen aus 21 Spielen und Spielsachen ihre Favoriten ausgewählt. Gestern, bei der Eröffnung der Spielzeugmesse Swiss Toy, wurden die ausgezeichneten Spielwaren präsentiert. Sie geben die wichtigsten Trends für das kommende Weihnachtsgeschäft vor

Rock’n’Roll in der guten Stube

Früher waren Computer-Spiele etwas für einsame Sofahocker, heute wird die Stube gemeinsam gerockt: Die neuste Technologie der Videogames erkennt Bewegungen und überträgt sie auf den Bildschirm. Insbesondere Musikspiele, bei denen man tanzen und singen muss, liegen im Trend. Bei den Elektronik-Spielen erhielten mit Mario & Sonic at the Olympic Wintergames (Fr. 79.90) populäre Videofiguren von den Kindern die besten Noten.

Auch ausserhalb der virtuellen Welt sorgen Sport- und Geschicklichkeitsspiele für viel Bewegung, wie das Ballspiel Squap (Fr.29.90) zeigt. Und auch die Kleinsten wollen gemeinsam aktiv sein: In den Kindertagesstätten fand die Malmatte Aqua Doodle (69 Franken) am meisten Anklang.

Nach wie vor sind aber auch die Klassiker in den Kinderzimmern anzutreffen. Ritterburgen, Zoos und Autos gehören unter jeden Weihnachtsbaum. Das beweisen die Auszeichnungen für den Playmobil-Tierpark (Fr. 159.90) und die Lego-Königsburg (149 Franken).

Was für die Jungs Ritter und Burgen, sind für die Mädchen Puppen und Kuscheltiere – immer noch. Sie wollen kämmen, ankleiden, pflegen, einrichten. Allerdings wandeln sich die Objekte, denen sie ihre Emotionen widmen: So sind zurzeit pinkfarbene Pferdchen mit langen violetten Mähnen und grossäugige Hündchen mit Wackelköpfen der Renner. Darauf lässt zumindest die Auszeichnung der Pfötchen-Klinik, einer Tierambulanz im Puppenhaus-Format (Fr. 89.95) schliessen.

Frauen erobern Elektronik-Welt 

Weg vom Puppenhaus, hin zum «Game», das ist hingegen bei erwachsenen Frauen die Devise: Sie haben längst den Joystick und die Konsole übernommen. «Die Frauen bestimmen, welche Spiele in die Stube kommen», sagt Renato Meier vom Spiel-Handelsunternehmen Waldmeier dazu. Mitspielen und gewinnen tun sie am liebsten bei Rätseln und Denksportaufgaben auf dem Handheld von Nintendo mit dem Spiel Professor Layton 2 (alles für 269 Franken).