iPad

Die neue iPad-Generation im Test: Welches ist denn jetzt besser?

Vergleich beider Displaygrössen

iPad 4 und iPad Mini

Vergleich beider Displaygrössen

Mit dem iPad mini und dem iPad 4 hat Apple zwei neue Tablets auf den Markt gebracht. Im Test zeigt sich, dass es dem mini gelungen ist, neue Anwendungsfelder zu schaffen. Aber: Welches iPad ist denn nun besser?

Lange wurde darüber spekuliert, wann Apple mit einem kleinen iPad kommt. Nun ist es soweit, Apple ist dem Trend nach einer Zwischengrösse, positioniert zwischen iPhone und iPad, mit dem iPad mini nachgekommen. Nachdem sich das Android-Lager mit einer Vielzahl von Endgeräten und Displaygrössen in diesem Segment etabliert hat, hat auch Apple mit dem iPad Mini anerkannt, dass es für solche Endgeräte einen Markt gibt, den man nicht mit dem klassischen iPad bedienen konnte. Hauptkritierien sind hier der Preis und die Grösse des Endgerätes.

Viel leichter als das normale iPad

Sobald man das iPad Mini in die Hand nimmt, fällt einem auf, wie leicht es im Vergleich zum normalen iPad ist. Die Ränder sind jetzt schmaler geworden und das Gehäuse ist komplett in weiss oder schwarz gehalten. Dadurch kommt man im Hochformat bei der Bedienung mit dem Finger auf das Display, um weiterhin alle Gestenseuerungen zu ermöglichen erkennt das Device, dass ein Finger zum Festhalten auf dem Display liegt, und lässt weiterhin alle Gestensteuerungen unabhängig davon zu. In unseren Tests hat das auch weitestgehend gut funktioniert.

Quelle: youtube/faultiermaennchen

Das iPad mini im Test

Apple hat das Bildseitenverhältnis proportional zum klassischen iPad gehalten, dadurch wird die Problematik unzähliger Displaygrössen vermieden. Folglich müssen die Applikationen nicht an eine neue Displaygrösse angepasst werden, ein nicht nur aus Entwicklersicht sehr zu begrüssender Schritt, denn auch für den Endkunden resultieren Vorteile, da alle bestehenden Applikationen für das iPad mini sofort einsatzbereit sind.

Die Auflösung des Minis passt zur Gerätegrösse und hat auch Vorteile gegenüber einem Wide-Screen Display. Zwar können Videos nicht ohne Balken dargestellt werden, aber für andere Anwendungen steht mehr Real Estate zur Verfügung. In dieser Gerätegrösse ist man über jeden Millimeter Fläche froh.

Neue Anwendungsfelder

Als zweiter Bildschirm auf der Fernsehcouch, oder als iChat Device für die Grosseltern, Spielgerät für Kinder und Erwachsenen, schuf das iPad ein neues Anwendungsfeld. Auch für das Lesen von Zeitungen oder Zeitschriften, wurde mit dem iPad eine neue Nutzungsart geschaffen. Wenn man viel mit einer Tastatur und Office Anwendungen arbeitet, konnte jedoch das iPad bis heute einen Laptop nicht zu 100% ersetzen. Natürlich lässt sich eine Tastatur anschliessen, aber die Einschränkungen, die iOS mitbringt, wie fehlende Flash Unterstützung oder der Verfügbarkeit bestimmter Anwendungen, liessen das iPad oft zu einem Zusatzgerät für Präsentation, Kundenkontakte oder mobile Einsätze neben einem klassischen Laptop werden.

Nun gibt es das iPad mini, natürlich lassen sich die beschriebenen Anwendungsfelder auch mit dem mini bewerkstelligen, durch den neuen Formfaktor wird das Tablet jedoch in einen anderen Anwendungsbereich versetzt. Das iPad mini ist so gross, dass man es gerade noch in der Hand halten kann, somit ist es zum Beispiel für das Fotografieren viel besser geeignet als ein klassisches iPad. Es ist sogar so klein, dass man es als «Second Device» neben einem schon sehr kompakten MacBook Air sinnvoll einsetzen kann. Sei es auf der Fernsehcouch, zum Spielen im Zug, als Navigationslösung, oder Medienquelle im Auto. Aus diesem Grund wird es bestimmt seine Nutzer finden.

Technisch betrachtet fällt das schlechtere Display und die geringere Rechenleistung gegenüber dem «grossen» iPad auf, für die beschriebene Nutzung ist es jedoch vollkommen ausreichend und wenn man nicht beide Geräte im Vergleich hat, fällt der Geschwindigkeitsunterschied und das schlechtere Display gar nicht so ins Gewicht.

Facelift für das normale iPad

Wie immer ist das Bessere natürlich des Guten Feind. Wir hatten ebenfalls die Gelegenheit das iPad 4 zu testen. In der Autoindustrie würde man hier von einem Facelift sprechen. Haupt Unterschied sind der neue A6 Prozessor, mit einer einhergehenden Verdopplung der Leistung, verbesserter iSight Kamera, und wie zu erwarten war, dem neuen Lightning Anschluss.

Der Zuwachs an Grafik und Rechenleistung macht sich besonders bei Spielen bemerkbar, die nun noch bessere Effekte ermöglichen.

Für alle, die ein iPad 3 besitzen, dürfte es wohl zu verschmerzen sein, auf die neue Geräte-Generation upzugraden, für alle die noch kein iPad oder ein älteres Modell besitzen, dürften die Neuerungen jedoch ausreichend sein, um einen Kauf zu rechtfertigen.

Welches iPad ist das richtige für mich?

Welches iPad ist nun besser? Es kommt auf die Anwendung an, wenn man viel mit dem Computer arbeitet und das iPad als weiteres Gerät für Zuhause oder den Zug sucht, ist das iPad mini eine gute Wahl, für alle anderen ist das iPad 4 mit grösserem Display und mehr Rechenleistung bestimmt die bessere Wahl.

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