Nicht nur Unternehmen müssten sich vor Datendiebstählen und Hackingangriffen schützen, sondern auch Staaten, sagte der künftige Leiter des Studiengangs an der EPFL, Mark Pauly, gemäss einer Mitteilung vom Dienstag: "Mit fortschreitender Digitalisierung werden kritische Infrastruktursysteme wie Stromerzeugung und -verteilung zunehmend zur Zielscheibe von Cyberangriffen".

Das neue Programm wurde am Dienstag in Anwesenheit von Bundesrat Guy Parmelin, ETH-Präsident Joël Mesot und EPFL-Präsident Martin Vetterli vorgestellt. Die Schweiz habe dank ihrer Zuverlässigkeit und ihres Bildungssystems beste Voraussetzungen, um auch beim Thema Cybersicherheit eine wichtige Rolle zu spielen, sagte Parmelin

Mit dem gemeinsamen Studiengang würden die Stärken der beiden Hochschulen in einem für die Schweiz zentralen Bereich verbunden, betonte Mesot. Und Vetterli hofft, dass aus der Zusammenarbeit "gut ausgebildete Ingenieure mit den neuesten Kenntnissen hervorgehen, die der Schweiz eine Führungsrolle in diesem so wichtigen Fachbereich sichern".

Der Studiengang wird ab Herbst 2019 angeboten und richtet sich vor allem an Studierende mit einem Bachelor-Abschluss in Informatik, Informationstechnologie oder Kommunikationssystemen. Die Interessierten können wählen, ob sie an der ETH oder an der EPFL studieren wollen. Die Unterrichtssprache ist Englisch.