Tourismus

Exklusive Zahlen zeigen, wie stark Airbnb in der Schweiz wächst

Erstmals gibts Zahlen zum Wachstum von Airbnb in der Schweiz (Symbolbild)

Erstmals gibts Zahlen zum Wachstum von Airbnb in der Schweiz (Symbolbild)

Immer häufiger buchen Touristen private Wohnungen oder Zimmer, die sie über Internetportale finden. Der grösste Online-Vermittler ist der US-Konzern Airbnb. Erstmals gibt es nun offizielle Zahlen für den Schweizer Markt.

Wie die Zeitung «Schweiz am Sonntag« berichtet, übernachteten letztes Jahr über 300 000 Gäste in einer Unterkunft, die von Airbnb vermittelt wurde. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch im Jahr zuvor.

Diese Zahlen nennt Alexander Schwarz, Airbnb-Länderchef für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Der 40-jährige Deutsche sagt, der Schweizer Markt sei im internationalen Vergleich bislang unterdurchschnittlich gewachsen, doch er sieht grosses Potenzial und prüft eine Marketing-Kampagne. Die «Schweiz am Sonntag» zitiert Schwarz mit folgenden Angaben:

  • 17 000 Wohnungen oder Zimmer sind im Angebot.
  • Ein Airbnb-Gast bleibt für durchschnittlich 4½ Nächte in der Schweiz.
  • Er ist im Mittel 35 Jahre alt.
  • Er ist nicht allein unterwegs – die mittlere Gruppengrösse beträgt 2,2 Personen.
  • Nur 17 Prozent der Buchungen stammen von Schweizern, 83 Prozent sind Gäste, die aus dem Ausland kommen. Die grösste Gruppe stellen die Amerikaner, vor den Deutschen, Franzosen und Briten.

In der «Schweiz am Sonntag» äussert sich Casimir Platzer, Hotelier in Kandersteg und Präsident des Branchenverbandes Gastro Suisse, kritisch zu Airbnb. «Airbnb macht bereits etwa 4 Prozent aller Übernachtungen in der Schweiz aus – und ich gehe davon aus, dass sich die Zahlen auch dieses Jahr nochmals verdoppeln.» Damit sei Airbnb für die Hotelbranche innert Kürze zu einem wichtigen Konkurrenten geworden. Platzer wirft Airbnb vor, die Schattenwirtschaft zu fördern. Er verlangt gleich lange Spiesse für die Hotels und Airbnb. Airbnb-Länderchef Alexander Schwarz weist in der «Schweiz am Sonntag» die Vorwürfe zurück: «Wir erwarten von unseren Gastgebern und Gästen, dass sie Kurtaxen, Steuern und Abgaben bezahlen.» Dazu zwingen könne Airbnb sie allerdings nicht: «Das ist nicht unsere Art.»

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