Wirtschaft

Expertengruppe des Bundes: Trotz Einbruch entwickelt sich die Wirtschaft besser als erwartet

Laut Expertengruppe des Bundes geht es langsam wieder aufwärts mit der Schweizer Wirtschaft. (Symbolbild)

Laut Expertengruppe des Bundes geht es langsam wieder aufwärts mit der Schweizer Wirtschaft. (Symbolbild)

Das Bruttoinlandprodukt erlitt im zweiten Quartal dieses Jahres einen historischen Einbruch. Doch gemäss der Expertengruppe des Bundes erhole sich die Wirtschaft zügiger als erwartet.

(dpo) Das Bruttoinlandprodukt (BIP) ging im zweiten Quartal 2020 um 8,2 Prozent zurück. Das ist der stärkste Rückgang seit Beginn der Quartalszahlen-Aufzeichnung. Laut der Expertengruppe des Bundes habe sich die Wirtschaft aber zügiger erholt, als in der Prognose vom Juni erwartet. Demnach könnte das Wachstum für 2020 weniger negativ ausfallen als prognostiziert, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstag schreibt.

Die Zahlen zum Aussenhandel mit Waren oder den Detailhandelsumsätzen deuteten darauf hin, dass sich der private Konsum seit der Wiederöffnung der Geschäfte schneller erholt hat als im Juni prognostiziert. Zudem kam es laut Seco am Arbeitsmarkt im bisherigen Jahresverlauf zu einer geringeren Ausschöpfung der Kurzarbeit als erwartet. Seit Ende des Lockdowns habe sich die Zunahme der Arbeitslosigkeit stabilisiert, und die saisonbereinigte Arbeitslosenquote steige nur noch leicht an.

Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, dürfte der BIP-Rückgang für 2020 bei einer Grössenordnung von etwa Minus 5 Prozent zu liegen kommen, schreibt das Seco. Im Juni wurde noch ein Rückgang von 6,2 Prozent prognostiziert. Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote dürfte unter 3,5 Prozent zu liegen kommen (Juni-Prognose: 3,8 Prozent). Eine wichtige Voraussetzung dafür sei jedoch, dass es zu keiner weiteren massiven Verbreitung des Coronavirus komme.

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