«Inspiration.live»
Feen auf Stelzen, eine Wohngemeinschaft und fliegende Würste – erste Eindrücke von der Muba

Die Muba hat am Freitag in Basel zum 102. Mal ihre Tore geöffnet. An der bis zum 29. April dauernden ältesten Schweizer Publikumsmesse steht dieses Jahr das Thema Inspiration im Fokus.

Olivia Meier
Drucken
Teilen
Muba-Eröffnung
24 Bilder
Muba-Eröffnung 2018
Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann nimmt einen ersten Eindruck der Muba.
Eventessen mit fliegenden Würsten vor der Nase.
Muba-Eröffnung
Eventessen mit fliegenden Würsten vor der Nase.
Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann nimmt einen ersten Eindruck der Muba.
Muba-Eröffnung
Die 102. Muba wurde heute eröffnet.
Blick in die Halle «Original Regional»
Besucher strömen in die eröffnete Muba-Halle.
Besucher am informieren sich an einem Stand der Ausstellung «Original Regional»
Daniel Nussbaumer, Messeleiter Muba, spricht anlässlich der Eröffnung.
Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann (r.) und Isaac Reber, Regierungsrat Baselland, links.
Elisabeth Ackermann (r.) und Ihre Kommunikationschefin Melanie Imhof.
Auch die bz hängt für die Besucher der Muba bereit.
Messeleiter Daniel Nussbaumer, Elisabeth Ackermann und Isaac Reber (von rechts)
Blick in die Halle «Inspiration.live»
...
Mathias F. Boehm, Geschäftsführer Pro Innerstadt Basel, Messeleiter Daniel Nussbaumer, Regierungsrätin Basel-Stadt, Elisabeth Ackermann und Isaac Reber, Regierungsrat Basellandschaft (vlnr.)
Es wird gefeiert.
Hanfpflanzen an einem Stand in der Halle der Parallel Messe «Cannabis Village»
Hier kann man sich über Hanf informieren lassen.
Muba-Eröffnung Isaac Reber (links) und Elisabeth Ackermann.

Muba-Eröffnung

PATRICK STRAUB

Statt Staubsaugern hipstrige Cargobikes. Statt einem Teppich der graue Boden der Messehallen und statt Chäschüechli grillierte Insekten. «Die neue Muba ist «urban». Sie steht ganz unter dem Motto Inspiration live.» Muba-Chef Daniel Nussbaumer betont die englischen Wörter besonders. Die Muba soll umweltfreundlich und jung sein. Am Samstag können beispielsweise alle, die mit dem Velo kommen, gratis rein. Zudem ist die Anreise mit dem öV im Muba-Ticket einbegriffen.

Geniessen Sie ein überraschendes Zmittag

Auch Sie können die «urban» Muba entdecken. Und sich vom regen Messtreiben bei einem ganz speziellen Zmittag erholen. Die bz veranstaltet gemeinsam mit Pro Innerstadt und der Muba das «Basler Zmittag». Wir wollen unsere Gäste täglich neu überraschen. Das fängt beim Drei-Gang-Menü an, das durch die Lüfte fliegt oder bei dem die Gäste selber aktiv werden müssen. Zu den Menüs gibt es Varieté-Shows und Podiumsdiskussionen mit Basler Persönlichkeiten. Das Zmittag dauert täglich von 12 bis 14 Uhr. Tickets unter https://ticket.muba.ch/MCH/MUB2018/Shop

Auch die Ausstellung soll dieses Jahr in einem neuen, frechen Glanz erstrahlen. Es soll ein «sinnliches und emotionales» Erlebnis werden. Dies beginnt schon bei der Eröffnung: Kein Bundesrat schneidet ein Band durch. Dafür ziehen die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann und der Baselbieter Regierungsrat Isaac Reber an einem durchsichtigen Vorhang. Als er fällt, passiert viel. Etwa zehn junge Männer in weissen Shirts und Latzhosen beginnen ein schnelles Lied zu spielen - auf Blasinstrumenten. Zwei junge Frauen schmeissen Konfetti durch die Luft. Die Besucher gehen zögerlich durch den Durchgang. Jeder bekommt eine Tüte mit lila-farbigem, blauem oder rosa Popcorn in die Hand gedrückt. Bis jetzt auf jeden Fall ein sinnliches Erlebnis - beinahe eine Sinnüberflutung.
Jobfactory und Co

In der Halle warten einfache Baugerüste. Darauf Stände von der Jobfactory, von EF oder vom Veloladen «Obst & Gemüse». In der Mitte ein Stand mit Jung- und Start-up-Unternehmen. Die Wände sind geschmückt mit Hashtags. #Stadtbeobachter, #Stadtentdecker, #Stadtgeniesser. Die «radikale Veränderung», die Nussbaumer angekündigt hat, ist sichtbar.
Einen Raum weiter sieht die Situation ganz anders aus - nicht mehr urban und jung. Eher konservativ und schweizerisch. Ganz unter dem Motto «Original, regional» hat die Muba eine Welt aus Rauchwürsten und Käse geschaffen.

Frauen in traditionellen Trachten bieten ein Schnäfeli Emmetaler Bergkäse an, in der Mitte des Saales zwei Handörgelispieler und ein Cellist, die Schweizer Volksmusik spielen. «Wir wollten, dass sich auch regionale Kleinbauern, Imker oder Metzger einen Stand an der Muba leisten können», so Nussbaumer. Abgesehen von «original, regional» hat die Mustermesse auch im kulinarischen Bereich auf urban gesetzt. In der «Food Street» finden sich Sushi und Insekten. Die neue Muba wird durch das «Cannabis Village» abgerundet. «Wir wollten auch hier auf Trends reagieren. Es geht aber nicht darum, eine Kiffermesse zu werden, sondern vor allem um Prävention und um die medizinische Wirkung von Hanf.»

Wer dann doch für den klassischen Staubsauger- oder Kühlschrankkauf an die Muba kommt, ist aber auch in diesem Jahr bedient. In den zwei unteren Stöcken sind die klassischen Aussteller wie «Möbel Märki» oder «Grimm Küchen» vertreten. Und auch das Chäschüechli oder die Bratwurst können im Innenhof verdrückt werden.

Aktuelle Nachrichten