Argentinien

Generalstreik gegen Wirtschaftspolitik in Argentinien

Die Demonstranten in Buenos Aires protestieren gegen die hohe Inflation, eine fallende Industrieproduktion, den Anstieg der Kosten öffentlicher Dienstleistungen sowie die hohe Arbeitslosigkeit. (Archivbild)

Die Demonstranten in Buenos Aires protestieren gegen die hohe Inflation, eine fallende Industrieproduktion, den Anstieg der Kosten öffentlicher Dienstleistungen sowie die hohe Arbeitslosigkeit. (Archivbild)

Ein 24 Stunden langer Generalstreik hat Argentinien weitgehend lahmgelegt. Mit dem Ausstand protestierte der Gewerkschaftsbund CGT am Mittwoch erneut gegen die Wirtschaftspolitik des konservativen Präsidenten Mauricio Macri.

Ihr lasten die Gewerkschafter eine hohe Inflation, eine fallende Industrieproduktion, den Anstieg der Kosten öffentlicher Dienstleistungen sowie die hohe Arbeitslosigkeit an. Streikposten blockierten am Mittwochmorgen mehrere der wichtigsten Zufahrtsstrassen der Hauptstadt Buenos Aires.

Die öffentlichen Transportmittel standen still. Die staatliche Luftfahrtgesellschaft Aerolíneas Argentinas strich 330 Flüge. In der Landwirtschaft machte sich der Streik weniger stark bemerkbar.

Argentinien befindet sich in einer heftigen Rezession. "Wenn die Regierung nicht sofort Massnahmen einleitet, wird die Wirtschaftskrise nur schlimmer werden", erklärte CGT-Generalsekretär Rodolfo Daer einem örtlich Radiosender. Es war bereits der fünfte Generalstreik seit der Amtsübernahme Macris im Jahr 2015.

Die argentinische Regierung hofft auf Deviseneinnahmen dank einer guten Soja- und Getreideernte. "Wir sind überzeugt, dass wir uns auf dem Weg eines wirklichen Fortschritts befinden", twitterte Macri am Dienstag. Der Staatschef stellt sich Ende Oktober zur Wiederwahl.

Sicherheitsministerin Patricia Bullrich bezeichnete den Ausstand als "undemokratisch". Der Streik sei von den Gewerkschaftern ausgerufen worden, weil sie nicht die Politik der Regierung teilten. Mehrere Gewerkschaftsführer unterstützen die Kandidatur des ehemaligen Kabinettschefs Alberto Fernández, mit Ex-Staatschefin Cristina Fernández als Bewerberin für das Vizepräsidenten-Amt.

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