Wirtschaft

Globus forciert Umbau in grossen Städten – und hält an allen Warenhäusern fest

Der Basler Globus soll – zusammen mit den Standorten Zürich und Genf – als einer der ersten zu neuen Flaggschiffen umgebaut werden.

Der Basler Globus soll – zusammen mit den Standorten Zürich und Genf – als einer der ersten zu neuen Flaggschiffen umgebaut werden.

Trotz Coronapandemie wollen die neuen Globus-Besitzer an ihren Investitionsplänen festhalten. Und der neue Chef Franco Savastano verspricht: «Wir schliessen kein einziges Warenhaus.»

(sat) Vor gut einem halben Jahr hat die thailändische Central Group und die österreichische Signa Holding von der Migros die Globus-Gruppe übernommen. Damals kündeten die neuen Besitzer an, 300 Millionen Franken in die Schweizer Warenhäuser zu investieren. Nun bestätigt der neue CEO von Globus am Montag im Interview mit der NZZ diese Pläne. Man wolle auch in der Coronakrise am angekündigten Ziel festhalten. Franco Savastano sagt: «Wir schliessen kein einziges Warenhaus.» Er widerspricht damit Befürchtungen, dass sich die neuen Globus-Eigentümer auf die grossen Städte konzentrieren und kleinere Standorte, wie etwa jene in Locarno oder Luzern, schliessen wollten.

Bereits im Frühling wird laut dem neuen Globus-Chef der Teilumbau des Flaggschiffs an der Zürcher Bahnhofstrasse beginnen. Im Herbst soll Genf folgen und 2022 Basel. Das Ziel von Globus sei es, an allen Orten das führende Haus zu sein. Um dies zu erreichen, sollen die Warenhäuser in Genf, Zürich, Basel oder Lausanne luxuriöser werden. Die wichtigsten internationalen Luxusmarken haben laut Savastano bereits zugesagt, ihre Produkte bei Globus zu verkaufen. Damit werden nicht nur einheimische Kunden angezogen, sondern auch internationale Touristen.

«Weiterer Personalabbau ist momentan nicht geplant»

«Globus wird den höchsten Ansprüchen genügen, aber auf keinen Fall ein elitärer Laden werden», verspricht der CEO der Warenhauskette. Und der 54-Jährige verkündet gleichzeitig in dem Interview, dass die Gruppe die wichtigsten Restrukturierungsschritte nach der Übernahme durch das thailändisch-österreichische Central Group-Sigma-Joint-Venture bereits hinter sich habe. So sind im Juli die 31 Modefachgeschäfte von Schild und Navyboot, die bis dahin ebenfalls zur Globus-Gruppe gehört haben, an den Ex-CEO Thomas Herbert und an das Ehepaar Bayard verkauft worden.

Zudem seien am Globus-Hauptsitz in Zürich 100 von 340 Stellen gestrichen worden. «Ein weiterer Personalabbau ist momentan nicht geplant», sagt Franco Savastano in dem NZZ-Interview. Die Profitabilität habe sich bereits deutlich verbessert. Und dies trotz Coronapandemie und Lockdown. Und der Chef der Warenhausgruppe weissagt: Im kommenden Geschäftsjahr werde Globus sogar wieder Gewinn schreiben.

Meistgesehen

Artboard 1