Griechenland

Griechenland darf Juni-Raten an IWF erst am Monatsende zahlen

(v.l.n.r.) Griechischer Finanzminister Yanis Varoufakis und Regierungschef Alexis Tsipras

(v.l.n.r.) Griechischer Finanzminister Yanis Varoufakis und Regierungschef Alexis Tsipras

Griechenland darf seine vier Raten an den Internationalen Währungsfonds (IWF), die im Juni fällig werden, gebündelt zu Monatsende zahlen. Das teilte der IWF am Donnerstagabend in Washington mit.

Eine solche Einmalzahlung sei nach den IWF-Regeln seit Ende der 70er Jahre erlaubt. "Mitgliedsstaaten können darum bitten, verschiedene Tilgungszahlungen zu bündeln, die in einem Kalendermonat fällig werden", heisst es in der IWF-Mitteilung.

Damit kann Athen die am Freitag fällige Rate in Höhe von etwa 300 Millionen Euro zunächst aufschieben. Bis Ende des Monats muss die Griechische Regierung dann insgesamt 1,6 Millionen Euro auf einmal überweisen. Nach einem Bericht der griechischen Nachrichtenagentur will Athen aber bereits am 19. Juni alle in diesem Monat fälligen Raten tilgen.

Unterdessen hat das griechische Finanzministerium die internationalen Geldgeber um Nachbesserungen bei den vorgelegten Forderungen für einen Ausweg aus dem Schuldenstreit gebeten. Es müssten schnell "realistischere" Vorschläge gemacht werden als am Mittwoch gegenüber Ministerpräsident Alexis Tsipras, erklärte das Ministerium am Donnerstag.

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