Salzmonopol

Grünes Licht für Zusammenschluss von Saline in Bex VD und Rheinsalinen

Förderband in der Eindampfanlage der Rheinsaline Riburg (Archiv)

Förderband in der Eindampfanlage der Rheinsaline Riburg (Archiv)

Das Waadtländer Kantonsparlament hat am Dienstag grünes Licht für den Schulterschluss der Saline in Bex und den Rheinsalinen gegeben. Damit fallen alte Handelsgrenzen. Bisher hatte die Saline in Bex das Salzregal für die Waadt, die Rheinsalinen für die übrige Schweiz.

Der Grosse Rat stimmte dem Beitritt des Kantons Waadt zur interkantonalen Vereinbarung über den Salzverkauf in der Schweiz von 1973 einstimmig zu. Bereits im Frühjahr wird der Zusammenschluss vollzogen.

Die Rheinsalinen werden Mehrheitsaktionär der Saline de Bex. Im Gegenzug erhält der Kanton Waadt als Besitzer der Saline de Bex eine Beteiligung von zehn Prozent an den Rheinsalinen. Zudem ist der Kantonsregierung ein Sitz im Ausschuss des Verwaltungsrates der Rheinsalinen AG garantiert.

Die Saline in Bex soll weiterhin rund 30'000 Tonnen Salz pro Jahr produzieren. Sie ist aber wesentlich kleiner als die Rheinsalinen, die in Schweizerhalle bei Basel und Rhiburg AG jährlich rund 500'000 Tonnen Salz herstellen.

Die rund 40 Mitarbeitenden in Bex werden weiterbeschäftigt. Die Waadtländer Saline konzentriert sich auf Nischenprodukte wie «Sel des Alpes» und «Sel de Bex de Bien-Être».

Diese Produkte können dank dem Ja des Waadtländer Kantonsparlamentes künftig in der ganzen Schweiz verkauft werden. Umgekehrt kommt das Jurasalz neu in alle Waadtländer Läden.

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