Eine Bestätigung ist natürlich nicht zu erhalten, doch gut informierte Kreise sind sich sicher: Guy Lachappelle, seit 2013 CEO der Basler Kantonalbank (BKB), wechselt nach St. Gallen. Dort, am Hauptsitz von Raiffeisen, soll er als Verwaltungsratspräsident in einem 50-Prozent-Pensum die Rückbesinnung der Bank auf ihre genossenschaftlichen und regionalen Wurzeln einleiten – und damit mit der Ära Pierin Vincenz, dem einst gefeierten und tief gefallenen Ex-CEO, endgültig abschliessen.

Allerdings steht die Wahl noch aus. Diese nimmt der Verwaltungsrat morgen Freitag vor. Das Ergebnis soll am Abend nach Börsenschluss bekannt gegeben werden.

Die Wahl Lachappelles wäre eine Sensation. Zumal den 57-Jährigen niemand auf der Rechnung hatte. Für den in Oberwil lebenden Basler wäre es ein neuer Höhepunkt seiner Karriere. Derweil er die BKB mitten in einem Transformationsprozess verlassen würde.

Einerseits ist da die Digitalisierungsstrategie, die er angestossen hat, und andererseits die Implementierung der Bank Cler, vormals Bank Coop, welche die BKB übernommen hat. Gemäss der «NZZ» hat der Nominations- und Vergütungsausschuss der Raiffeisen rund 400 Dossiers geprüft. Darunter sei nicht einmal eine Handvoll für das Präsidentenamt qualifiziert gewesen. Befunden, so legen es Informationen der bz nahe, wird am Freitag nur über einen Namen: jenen von Lachappelle.