1,205 Mrd. Fr. hat die UBS zwischen Oktober und Dezember verdient; Zum ersten Mal seit fünf Quartalen wieder eine schwarze Zahl. Der Jahresverlust von 2,74 Mrd. Fr. ist weit weniger schlimm, als Analysten vorausgesagt hatten und machen das historische Minus von 21,3 Mrd. Fr. im verheerenden 2008 fast vergessen.

Der Geldabfluss allerdings, der den Vertrauensverlust der Kunden in die grösste Schweizer Bank spiegelt, behält seine dramatischen Ausmasse: 147,3 Mrd. Fr. zogen Kunden ab, aufgeschreckt durch die Steuerkonflikte mit dem Ausland, die italienische Steueramnestie und vor allem den ramponierten Ruf der UBS.

Die Konzernführung weiss, dass sie den Abfluss stoppen muss: Wenn man auch in den kommenden Quartalen weiter profitabel sei, trage das sicherlich zur Vertrauensbildung bei, sagte UBS-Chef Oswald Grübel vor den Medien. Er wies gleichzeitig darauf hin, dass der Wiederaufbau der Reputation seine Zeit brauche.

Der globale Stellenbestand der UBS, die sich zu den wichtigsten Instituten der Welt zählt, ist innert Jahresfrist um 16 Prozent auf 65'200 gesunken. Für Löhne wendet die Bank 12,8 Mrd. Fr. auf. Wieviel davon sie genau als Boni an Angestellten verteilt, verrät die Bank indessen nicht.

Die Wende im vierten Quartal verdankt die UBS primär ihrer Investmentbank: Die Sparte, welche die UBS in ihre tiefe Krise gerissen hat, weist im vierten Quartal zum ersten Mal seit Mitte 2007 mit 297 Mio. Fr. wieder einen Gewinn aus, auch wenn im Gesamtjahr immer noch ein Verlust von 6,9 Mrd. Fr. verbucht wurde.