Hotelleriesuisse

Hotellerieverband fürchtet Konkurswelle – am härtesten trifft es die Städte

Viele Hotelzimmer bleiben wegen der Coronapandemie derzeit leer. (Symbolbild)

Viele Hotelzimmer bleiben wegen der Coronapandemie derzeit leer. (Symbolbild)

Acht Prozent aller befragten Betriebe geht laut Hotelleriesuisse von einem sehr hohen Konkursrisiko aus. Auch rechnen zahlreiche Betriebe mit weiteren Entlassungen.

(mg) «Die Prognosen für die Wintersaison sind alarmierend», schreibt Hotelleriesuisse in einer Mitteilung vom Dienstag. Der Branchenverband hat eine Umfrage bei seinen Mitglieder durchgeführt. Diese zeige, dass die Entlassungswelle in der Hotellerie «ungebremst» weiter gehe. Besonders hart trifft es die städtischen Gebiete. Hier rechnen 53 Prozent der Betriebe mit Entlassungen, im alpinen Gebiet sind es 18 Prozent.

Bei den Hotels in den Städten rechnen beinahe alle Betriebe (95 Prozent) mit einem schlechteren Geschäftsgang als im Vorjahr. Auch im alpinen Gebiet sehen da die Prognosen nicht viel besser aus: Hier rechnen drei Viertel aller Hotels mit einem tieferen Ergebnis. «Auch die Konkurswahrscheinlichkeit in der Hotellerie wird erneut höher geschätzt als in den vergangenen Umfragen», heisst es in der Mitteilung. 8 Prozent aller befragten Betriebe gaben Ende November ein Konkurswahrscheinlichkeit von über 61 Prozent an.

«In Anbetracht der düsteren Aussichten für die Hotellerie muss die Wintersaison unter Einhaltung von strengen Schutzmassnahmen zwingend ermöglicht werden», wiederholt Hotelleriesuisse ihre Forderungen. Als «dringendste Massnahmen gegen Konkurse» erachten die Betriebe für die kommenden Monate Härtefallhilfen und einen garantierten Nullzinssatz bei den bereits gewährten Covid-Krediten. An der Umfrage nahmen rund 450 Mitglieder des Verbands teil.

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