Russland - China

Hu Jintao empfängt «alten Freund» Wladimir Putin in Peking

Chinas Staatschef Hu Jintao empfängt den russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin in Peking

Chinas Staatschef Hu Jintao empfängt den russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin in Peking

Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao hat am Mittwoch in Peking den russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin empfangen. Er beschrieb ihn als «alten Freund des chinesischen Volkes».

Beide äusserten sich zufrieden über die rasante Entwicklung der Beziehungen, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Putin begrüsste die Unterzeichnung von mehreren Kooperationsabkommen am Dienstag "mit einem Umfang von umgerechnet etwa 6,8 Milliarden Franken.

Russland und China wollen ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Öl, Gas und Kohle sowie in der Kernenergie, in Investitionen, der Luftfahrt, im Umweltschutz und in der Hochtechnologie ausweiten.

Kritik an US-Währungspolitik

Putin kritisierte in Peking die Währungspolitik der USA scharf. Nicht die USA, aber ihr Dollar-Monopol sei ein "Parasit" der Weltwirtschaft, sagte Putin nach einem Bericht von Xinhua. Er habe seine Kritik konstruktiv geäussert, um bei der Lösung der Probleme der Weltwirtschaft zu helfen.

Zum Auftakt seines zweitägigen Besuches hatte Putin am Dienstag Gespräche mit Regierungschef Wen Jiabao geführt. Der russische Regierungschef traf am Mittwoch auch den chinesischen Parlamentschef Wu Bangguo.

Stretegische Partnerschaft ausbauen

Beide Seiten wollen ihre "strategische Partnerschaft" ausbauen und den Handel ausweiten. China ist 2010 zum grössten Handelspartner Russlands aufgestiegen und hat damit Deutschland überholt. Nach 59 Milliarden US-Dollar 2010 könnte das Handelsvolumen in diesem Jahr vielleicht fast 80 Milliarden US-Dollar erreichen, sagte Putin. 2015 werden 100 Milliarden angestrebt.

Energielieferungen machen weiter 71 Prozent der russischen Exporte nach China aus. "Diversifizierung der Handels- und Wirtschaftsbeziehungen ist unser Ziel", sagte Putin. Es ist seine erste Auslandsreise seit seiner Ankündigung, bei der Wahl im nächsten Jahr wieder für das Amt des Präsidenten zu kandidieren.

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