Kurz vor Beginn des Gipfels der EU-Staats- und Regierungschefs präsentierte Nestlés Europa-Chef Laurent Freixe seine Pläne EU-Arbeitskommissar Laszlo Andor am Donnerstag in Brüssel. "Die Regierungen können das Problem nicht allein lösen", wird Freixe im Communiqué zitiert. Das alternde und verschuldete Europa brauche junge Leute in Lohn und Brot.

Nach dem von Freixe vorgestellten Plan will der Konzern trotz schwieriger Wirtschaftslage 10'000 Menschen unter 30 Jahre einstellen und bis 2016 weitere 10'000 Praktikums- und Lehrstellen einrichten. Zudem rief das Unternehmen auch seine Zulieferer und Kooperationspartner auf, Beschäftigungsmöglichkeiten für junge Menschen zu schaffen.

Nestlé beschäftigt in Europa rund 100'000 Menschen. Der Konzern hat unlängst diverse Ausbauprojekte angekündigt, unter anderem eine neue Nescafé-Fabrik im ostdeutschen Schwerin sowie zusätzliche Produktionskapazitäten in Noyal-Pontivy in Frankreich und Girona in Spanien.

In der Europäischen Union sind offiziellen Angaben zufolge 5,6 Millionen junge Menschen ohne Arbeit. Die Quote liegt im EU-Durchschnitt bei 23 Prozent, ist aber in einigen Ländern wie Griechenland oder Spanien erheblich höher.