Der Inlandausstoss der Brauereien in der Schweiz fiel um 4,1 Prozent. Ihr Marktanteil schrumpfte damit weiter von 76,3 auf 73,9 Prozent, wie der Schweizer Brauerei-Verband am Montag mitteilte. Dominiert wird der Markt von Carlsberg (Feldschlösschen, Cardinal) und Heineken (Eichhof, Calanda).

Enttäuschendes Bierjahr für Schweizer Brauereien: Die Importe von billigem Bier aus dem Ausland sind um 9,1 Prozentpunkte gestiegen.

Enttäuschendes Bierjahr für Schweizer Brauereien: Die Importe von billigem Bier aus dem Ausland sind um 9,1 Prozentpunkte gestiegen.

Demgegenüber nahmen die Bierimporte um satte 9,1 Prozent zu. Im Vorjahr hatte das Plus bereits 4,1 Prozent betragen. Importiert werde vor allem Billigbier, Euroschwäche und Einkaufstourismus wirkten sich weiterhin aus, erklärte der Verband.

Erschwerend komme hinzu, dass die Stammtischkultur an vielen Orten nicht mehr wie früher gepflegt werde. Daran hätten die Rauchverbote einen nicht zu unterschätzenden Anteil. "Der Trend weg von der Gastronomie hin zum Heimkonsum und somit zum Biereinkauf im Detailhandel hat sich im Berichtsjahr abermals bestätigt" wird Verbandsdirektor Marcel Kreber im Communiqué zitiert.

Dem Schweizer Brauerei-Verband gehören 16 Unternehmen mit 18 Braustätten an, die nahezu 97 Prozent der inländischen Bierproduktion abdecken. Die Klein- und Kleinstbrauereien sind nicht dabei. Insgesamt erzielt die schweizerische Brauwirtschaft einen Umsatz von rund einer Milliarde Franken.