Wirtschaft

Medikamente: Pharmabranche bekommt Preissenkungen zu spüren

In der Schweiz wurden 2019 Medikamente für 6,1 Milliarden Franken verkauft.

In der Schweiz wurden 2019 Medikamente für 6,1 Milliarden Franken verkauft.

Im vergangenen Jahr sind in der Schweiz Medikamente im Wert von 6,1 Milliarden Franken verkauft worden. Das ist leicht mehr als im Vorjahr. Erstmals übertrafen Generika beim Umsatz die Originalen.

(mg) In der Schweiz wurden im letzten Jahr 187 Millionen Packungen Medikamente verkauft. Wie Interpharma und die Vereinigung der Schweizer Pharmafirmen am Donnerstag mitteilten, entspricht das in etwa dem Wert des Vorjahrs. Zusammengerechnet haben die Medikamente einen Wert von 6,1 Milliarden Franken – 2,8 Prozent mehr als 2018.

Leicht rückläufig war der Markt mit patentgeschützten Medikamenten, dafür lag der Umsatz mit den Generika um 2,2 Prozent höher als im Vorjahr (734,4 Millionen Franken). Dieser übertraf damit 2019 erstmals den Umsatz mit den Originalen, der 694 Millionen Franken betrug.

Am meisten zum Wachstum beigetragen haben laut Mitteilung die Therapiegebiete Krebs und Autoimmunerkrankungen. Grund dafür sei vor allem die Neueinführung von innovativen Therapien.

Innovative Therapien helfen beim Wachstum

«Dank der regelmässigen Preissenkungen bei den Medikamenten konnte seit 2012 über eine Milliarde Franken eingespart werden», lobt sich die Pharmaindustrie in der Mitteilung. Dies sei ein starkes Signal, dass die Branche ihre Verantwortung ernst nehme.

Im Rahmen der Preisüberprüfungsrunde für kassenpflichtige Medikamente wurden 2019 Einsparungen in der Höhe von 91 Millionen Franken erzielt. Allerdings ist die Branche nicht immer einverstanden mit den Preissenkungen und erhob in den letzten Jahren immer wieder Beschwerde beim Bundesamt für Gesundheit (BAG), das die Preise überprüft.

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